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Die Macher des „Klimafrühlings Oberland“ (v. li.): Patrick Fierhauser (Klimaschutzmanager Murnau ), Martina Raschke (Zukunftswerk Klimaschutz), Andreas Süß (Klimaschutzmanager Bad Tölz-Wolfratshausen), Alexander Rossner (Zukunftswerk Klimaschutz) und Florian Diepold-Erl (Klimaschutzmanager Garmisch-Partenkirchen).  

76 Termine und über 2000 Besucher

Aktionstage zum Klimwandel: Organisatoren überrascht über so viel Resonanz

Man kann auch vor Ort etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Das hat der „Klimafrühling“ im Oberland bewiesen. Jetzt haben die Macher Bilanz gezogen. 

Bad Tölz-Wolfratshausen Die Weltmeere sind voller Plastik, Regenwälder werden für den Soja-Anbau der Fleischindustrie gerodet, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt und beschleunigt den Klimawandel: Alles viel zu weit weg, um etwas tun zu können? Die Macher der Aktion „Klimafrühling Oberland“ wollten mit ihrer Veranstaltungsreihe in den vergangenen Wochen das Gegenteil beweisen – und es funktionierte: „2000 Besucher nutzten die Vorträge, Exkursionen, Workshops und Filmvorführungen“, sagt Landratsamts-Sprecherin Marlis Peischer.

Unter dem Motto „Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ gab es von 20. Februar bis 9. März Vorträge, Workshops und Film-Nachmittage, die zeigten: Jeder kann etwas gegen den Klimawandel tun. „Wir haben das in kurzer Zeit mit relativ wenig Budget aufgebaut“, sagt Andreas Süß. Der Klimaschutzbeauftragte des Landratsamts begann im Herbst mit den Vorbereitungen. 76 Veranstaltungen stellte Süß mit seinem Kollegen Florian Diepold-Erl aus Garmisch-Partenkirchen auf die Beine.

62 Veranstalter, 76 Termine, 2000 Besucher

Klimafrühlings-Besucher wissen nun, was zu tun ist gegen Plastikverschmutzung, Raubbau im Regenwald und CO2-Anstieg. In Geretsried konnten sie beispielsweise lernen, Waschmittel müllfrei herzustellen, im Tölzer Gasthaus, wie Gemüse das Klima beeinflusst und in Benediktbeuern, wie Moore CO2 binden. „Zur Auftaktveranstaltung kamen bereits über 100 Leute“, berichtet Süß. Auch die Veranstaltung „Moorschutz heißt Klimaschutz“ sei „unglaublich gut besucht“ gewesen. „Dort hat ein bekannter Professor den Impulsvortrag gehalten und auch der Landrat war da. Der Saal war mit 100 Leuten gefüllt“, so der Geograf.

Die Homepage und der Flyer wirken jung und modern, alle Veranstaltungen waren auch auf Facebook zu finden. Süß wollte junges Publikum anziehen: „Das ist hier nicht so einfach, aber ein paarmal hat es funktioniert, wie beispielsweise bei den Veranstaltungen des Plastikfrei-Vereins“, so der 30-Jährige. Auch bei der Veranstaltung „Mein Gemüse und der Klimawandel“ waren „viele in den Zwanzigern dabei“, so Süß. „Am eindrucksvollsten war die Besichtigung des Walchenseekraftwerks. Normalerweise kommt man da nicht so rein, nur einmal im Jahr am Tag der offenen Tür. Dort waren auch viele Familien “, sagt der Gaißacher. Für einen „Klimafrühling Oberland“ im Jahr 2019 sieht es gut aus: „Wir haben per Mail und Telefon unglaublich viel positives Feedback bekommen“, so Süß. „Das motiviert, weiterzumachen.“

Auch der Landrat ist angetan von der Initiative

Auch der Landrat lobt die Aktion: „Der Klimafrühling Oberland bietet für alle regionalen Akteure eine hervorragende Vernetzungsmöglichkeit“, sagt Josef Niedermaier. „So können die großen Herausforderungen beim lokalen Klima- und Umweltschutz künftig gestärkt und wenn möglich gemeinschaftlich angegangen werden.“ Peischer zufolge beteiligten sich 62 Vereine, Stiftungen Genossenschaften, Unternehmen, Privatpersonen, kirchliche Einrichtung und Kommunen am Programm. Nora Linnerud 

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