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Das Juli-Phänomen

Aktuelle Zahlen: Mehr Arbeitslose im Landkreis

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli endet in Bayern für viele die schulische und berufliche Ausbildung. Dies hat Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitslosen.

So hat sich deren Zahl im Zuständigkeitsbereich der Rosenheimer Agentur von 7590 auf 7750 erhöht. Insbesondere unter 25-Jährige sind davon betroffen (plus 200), Von ihnen sind nun 940 ohne Job.

„Seit Jahren beobachten wir im Juli das gleiche Phänomen: Trotz des enormen Fachkräftebedarfs werden nicht alle fertigen Azubis von ihrem Ausbildungsbetrieb nach Bestehen der Abschlussprüfung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen“, sagt die Rosenheimer Agenturchefin Dr. Nicole Cujai. Für diese frisch ausgebildeten jungen Leute suche man nun interessierte Arbeitgeber, „die bereit sind, diese in der Praxis zu erproben“.

Viele dieser jungen Leute, die sich bei der Agentur melden, möchten auf die Ausbildung eine höhere Qualifikation draufsatteln, sagt Cujai, „Das heißt, sie wollen auf die Berufsoberschule und anschließend studieren. Diese jungen Leute suchen erfahrungsgemäß befristete Jobs, da sie ab Herbst wieder die Schulbank drücken werden.“ Daher dürfte der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit vorübergehender Art sein.

Arbeitslosenquote liegt bei 2,7 Prozent

Die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk, der die Stadt Rosenheim sowie die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, hat sich um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 2,7 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent; Vorjahr ebenfalls 2,7 Prozent) erhöht. Sie bleibt damit auf einem niedrigen Niveau.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Juni eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent aus. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt liegt bei 1725. Davon sind 1107 Männer und Frauen, 92 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 618 (34 weniger als im Juni) sind im Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet.

peb

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