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Gemeinsames Essen ist ein wichtiger Bestandteil bei der Betreuung von Schulkindern. Damit in Wolfratshausen alle versorgt werden können, wird nachgebessert.

Die Katastrophe ist abgewendet

Alle Schulkinder bekommen einen Betreuungsplatz

Wolfratshausen – So viele Neuanmeldungen hat es in der Loisachstadt noch nie gegeben: 403 Schulkinder sollen ab September am Nachmittag betreut werden.

Das sind 79 Plätze mehr als im laufenden Schuljahr. Der Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins, Fritz Meixner, konnte aber in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Jugend, Sport und Soziales Positives vermelden: „Alle angemeldeten Kinder werden einen Betreuungsplatz bekommen.“

Wie bereits in einer früheren Ausschusssitzung festgelegt, sind dafür drei Maßnahmen notwendig: Eine bisherige Wohnung im Erdgeschoss des Weidacher Bürgerhauses wird ab September als Erweiterung der Mittagsbetreuung genutzt. Zudem wird in der ehemaligen Landwirtschaftsschule ein zweigruppiger Kinderhort untergebracht. Bisher wurden die Räume vom Kinderland Weyarn genutzt, das inzwischen in die Container an der Königsdorfer Straße umgezogen ist. Die zwei neuen Hortgruppen setzen sich aus der bereits bestehenden Gruppe des Jugendhauses La Vida und einigen Neuanmeldungen zusammen. Im frei gewordenen Untergeschoss des Jugendhauses entsteht eine zusätzliche Gruppe für die Mittagsbetreuung. „Wir haben es geschafft, eine Betreuungskatastrophe zu vermeiden“, freute sich Meixner.

„Wir können positiv in den September schauen.“ Meixner stellte dem Ausschuss zusammen mit seinem Geschäftsführerkollegen Franz Gehring eine Schätzung vor, wie viel die Neuerungen kosten werden.

Am schwersten fallen die Veränderungen an der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Bahnhofstraße ins Gewicht. 53 000 Euro kalkulieren Gehring und Meixner für bauliche Maßnahmen, Malerarbeiten, Möblierung und die sonstige Einrichtung. Vergleichsweise günstig kommen die anderen beiden Baumaßnahmen daher: 11 000 Euro kosten die Veränderungen in Weidach, 4000 Euro die am Jugendhaus. Hinzu kommen Ausgaben für die Versorgung der Kinder.

In der Grundschule in Waldram wird das Mittagessen für alle Wolfratshauser Betreuungsangebote – Weidach ausgenommen – zentral zubereitet. „Die Ausstattung reicht aber nicht für alle aus, wenn fast 80 Kinder mehr zu versorgen sind“, erläuterte Meixner. 2500 Euro seien für die Nachbesserungen zu bezahlen. Summa summarum rechnet der KJFV also mit Ausgaben von 70 500 Euro.

„Wenn man bedenkt, dass mit diesem Geld Platz für fast 80 Kinder geschaffen wird, „sind das überschaubare Kosten“, warf Grünen-Sprecherin Annette Heinloth ein. CSU-Stadträtin Renate Tilke betonte, dass diese Maßnahmen „wahnsinnig wichtig“ seien. Sie zeigte sich erfreut, dass die Planer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt hatten.

Für die Landwirtschaftsschule hat die Kommune bereits Mittel bereitgestellt. Außerdem kann der KJFV einen Teil der Ausgaben durch Spenden und noch übrige Mittel finanzieren. Ohne Gegenstimme entschieden sich die Ausschussmitglieder, den Zuschuss von 34 500 Euro zu leisten.

von Dominik Stallein

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