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„Let There Be Rock“: Klaus Nietzel (li.) sowie Christian „Gibson“ Wiegerling von „Blues Mans Corner“ und die Allstar-Band brachten die Musikbar D’Amato zum Beben.

Fünf Stunden gute Laune

Allstar-Band und Blues Mans Corner rocken das D'Amato

Wolfratshausen – Viel geboten bekamen die Besucher der Musikbar D‘Amato im Schützenhaus am Freitagabend. Fünf Stunden lang herrschte gute Laune.

Denn „Blues Mans Corner“ und eine Allstar-Band, die sich aus Mitgliedern der Gruppen „Painted Desert“, „3 Of Us“ und „Punkt 4“ zusammensetzte, nahmen die Zuhörer auf eine fünfstündige Reise durch die Rockgeschichte. Dass der Spaß, abgesehen von einer freiwilligen Spende in den Zylinderhut von Wirt Michel Amato nichts kostete, freute die Gäste umso mehr.

Klaus Nietzel und Christian „Gibson“ Wiegerling von „Blues Mans Corner“ eröffneten die lange Nacht mit virtuosem Gitarrenspiel und zeigten schon früh, wo die Reise hingehen sollte. Selbst ein Discohit wie „Stayin’ Alive“ – im Original von den Bee Gees – kam so rockig daher, als hätte ihn ZZ Top gründlich generalüberholt. Auch die Interpretation des Johnny-Cash-Klassikers „Ring Of Fire“ entfernte sich relativ weit vom Original und wurde deshalb von den begeisterten Zuhörern umso mehr beklatscht.

Mit dem bereits 1958 von den Everly Brothers veröffentlichen Song „Bye bye Love“ verabschiedeten sich Blues Mans Corner nach gut einer Stunde vorerst vom Publikum und nahmen von Wirt Amato den verdienten Lohn für ihre Mühen in Empfang: ein paar Fläschchen der italienischen Biermarke „Moretti“, erlesenen Schinken sowie heiße Pizza. „Sie waren die ersten Musiker, die bei mir auftraten und mich ermutigten, dieses Konzept fortzuführen. Das verdient ein Dankeschön“, begründete Amato seine Geste.

Richtig eng wurde es auf der kleinen Bühne der Musikbar an der Geltinger Straße, als die Allstars in Gestalt von Sabine Maiß (Gesang), Niko Waldherr (Gesang, Keyboard), Otto Martner (Gitarre), Stefan Martner (Bass) und Maximilian Autsch (Schlagzeug) aufspielten. Im Laufe des Abends wurden sie von „Blues Mans Corner“ sowie diversen Gastmusikern unterstützt. Zu hören gab es unter anderem Hits von Queen, Huey Lewis And The News und Phil Collins. Manch einer kam sich da vor wie bei einer großen Klassenparty, bei der zum Teil längst vergessene Lieder aufgelegt wurden – und natürlich nach Herzenslust getanzt werden durfte. Dabei erwies sich der Titel des ursprünglich von Freddie Mercury gesungenen Titels „Don’t Stop Me Now“ durchaus als taugliches Motto des Abends. Denn die Musiker legten erst weit nach Mitternacht ihre Instrumente zur Seite. Davor hatten sie den Gästen einen ausgelassenen Party-Abend bereitet.

von Peter Herrmann

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