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Galgenhumor: „Ich habe wahrscheinli ch das erfolgreichste Wahlprogramm der drei Bürgermeister-Kandidaten gehabt“, stellt Peter Plößl rückblickend fest.

Stadtrat plössl kritisiert Bürgervereinigung 

„Als hätte die BVW den Stein der Weisen erfunden“

Die Bürgervereinigung Wolfratshausen möchte das Lehrschwimmbecken in Weidach zu neuem Leben erwecken. CSU-Stadtrat Peter Plößl reklamiert diese Idee - wie auch andere - für sich.  

Wolfratshausen – Die Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) möchte wie berichtet Schwimmflächen in der Loisachstadt erhalten beziehungsweise neue schaffen. CSU-Stadtrat Peter Plößl begrüßt diese Idee – über das Vorgehen der Bürgermeister-Partei ist er verwundert. „Ich habe dieses Thema schon oft im Stadtrat angesprochen, aber nie Unterstützung erfahren.“ Mehr noch: „Meine Wortmeldungen hat man einfach abtropfen lassen.“

Dass Rathauschef Klaus Heilinglechner in der Jahresversammlung der BVW für das Thema Schwimmfläche geworben hat, findet Ex-Bürgermeisterkandidat Plößl „merkwürdig“. Zudem mutmaßt er, dass das angekündigte Engagement der Bürgervereinigung für ein Hallenbad in der Loisachstadt nur ein „Feigenblatt“ ist. Plößl spielt auf das Abstimmungsverhalten der BVW-Fraktion im Kontext mit dem in Geretsried geplanten interkommunalen Hallenbad an. Zunächst hatte die Bürgervereinigung eine Beteiligung der Flößerstadt an den Betriebskosten des Bades abgelehnt, erst ein Bürgerbegehren sorgte für einen Meinungsumschwung. „Da hat sich die BVW nicht mit Ruhm bekleckert“, sagt Plößl rückblickend, „und jetzt wirbt sie plötzlich für ein Schwimmbecken.“ Er will nicht missverstanden werden: Er stehe „voll und ganz hinter dem Erhalt eines Lehrschwimmbeckens“ in der Loisachstadt.

Plößl wird nach eigenen Worten nicht zum ersten Mal vom politischen Mitbewerber „überrascht“: „Der Soccer-five-Platz, der in Waldram gebaut wurde, und das Jugendforum, das die Stadt durchgeführt hat, standen bereits in meinem Wahlprogramm.“ Auch die mobile Eisfläche an der alten Floßlände, die in den Wintermonaten unterm Strich Tausende Besucher angezogen hatte, sei ursprünglich eine Idee der CSU beziehungsweise von ihm selbst gewesen. „Man hat meine Ideen abgetan und verkauft sie jetzt als seine eigenen.“

Plößl legt Wert auf die Feststellung: „Es ist schön und richtig, dass diese Projekte umgesetzt wurden.“ Aber: „Die Bürgervereinigung tut so, als hätte sie den Stein der Weisen erfunden.“ Eine Erwähnung, woher die Ideen stammen oder „zumindest Unterstützung, wenn ich diese Anliegen vorgebracht habe“, hätte Plößl für angemessen gehalten. Aber: „Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass das meine Vorschläge waren.“

Der CSU-Stadtrat nimmt es mit Galgenhumor: „Ich habe wahrscheinlich das erfolgreichste Wahlprogramm der drei Bürgermeister-Kandidaten gehabt“, sagt er mit Blick auf die genannten Projekte. 

Dominik Stallein

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