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Floßlände: „Das Wasser versickert zu langsam“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Susanne Leonhard.

Wasser versickert zu langsam 

Beliebte Floßlände-Wiese wird zum Morast: Aber die Stadt kann nur schwer was tun

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Die alte Floßlände ist ein überaus idyllischer Veranstaltungsort. Doch nach starken Regengüssen taugt der Platz nurmehr für eine Schlammschlacht – das sorgt zunehmend für Verdruss.

Wolfratshausen – Maifeier, Sonnwendfeuer, Johanni-Floßprozession, Kino-Open-Air, Flussfestival und „Eiszeit“: Die alte Floßlände vor der Kulisse der historischen Altstadt und dem darüber thronenden Bergwald hat sich zu einem äußerst beliebten Veranstaltungsort gemausert.

Doch die tiefrote Flussfestival-Bilanz sowie die ebenfalls negative Bilanz der „Eiszeit“ zeigen: Nach starken Schnee- oder Regenfälle muss das Areal vom Bauhof wieder begehbar gemacht werden – das verursacht hohe Kosten. Die Lösung des Problems ist nicht einfach. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die alte Floßlände nicht der Kommune, sondern dem Freistaat Bayern gehört.

„Das Wasser versickert zu langsam“

2014 ist das östliche Loisachufer neu gestaltet worden. Die Stadt ließ Treppensteine setzen und eine Boulebahn anlegen. Die Feuerstelle in der Mitte des Platzes wurde gepflastert, Schächte für Strom und Frischwasser wurden gesetzt. „Für diese Maßnahmen haben wir Städtebaufördermittel bekommen“, berichtet Susanne Leonhard, Mitarbeiterin im städtischen Bauamt, im Gespräch mit unserer Zeitung. Darüber hinaus wurde die alte Floßlände mit Rasensteinen befestigt. Doch mittlerweile hat sich herausgestellt: „Das Wasser versickert nach Starkregenfällen zu langsam“, so Leonhard. Die Folge: eine Schlammwüste. Vor allem, wenn die alte Floßlände zum Auf- und Abbau sowie zur Versorgung von Veranstaltungen mit schwerem Gerät befahren werden muss.

Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) plädierte in der jüngsten Stadtratssitzung dafür, das Areal noch einmal aufzurüsten. Die alte Floßlände werde mehr und mehr zum „Eventplatz“. Die Notfall-Einsätze des Bauhofs seien für die Veranstalter ein „Unsicherheitsfaktor“ bei der Kostenkalkulation. Ins selbe Horn stieß Richard Kugler (parteifrei für die CSU). Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen/BVW) gab zu bedenken: „Die alte Floßlände gehört dem Freistaat, wir können nicht frei darüber verfügen.“ Der Einbau von Drainagen – eine Forderung Kuglers – müsse mit dem Staatlichen Bauamt und dem Wasserwirtschaftsamt in Weilheim abgeklärt werden.

Floßlände-Charme muss bleiben

Helmut Forster (BVW) bat den Rathauschef, diese Gespräche in Angriff zu nehmen. Für die bei Veranstaltungen entstehenden Kosten, die auf die schwierige Beschaffenheit der Uferfläche zurückzuführen seien, müsse zeitnah „eine Deadline“ gezogen werden. Kulturmanagerin Marion Klement hatte bereits bei der Präsentation der Flussfestival-Bilanz betont, dass sie „extrem froh“ wäre, wenn die alte Floßlände besser präpariert würde.

„Eine Überplanung der Fläche ohne den Freistaat kommt nicht infrage“, erklärte Bauamtsmitarbeiterin Leonhard. Zuvor müsse der Stadtrat sagen, was er genau will. „Dann können wir Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt aufnehmen.“ Vor tief greifenden Veränderungen müsse auch die Regierung von Oberbayern mit ins Boot geholt werden. „Weil wir 2014 für die Neugestaltung Städtebaufördermittel verwendet haben“, erklärte Leonhard. Eine Sorge hat sie nicht: „Dass die alte Floßlände asphaltiert und der Asphalt grün angestrichen wird, glaube ich nicht“, sagte die Bauamtsmitarbeiterin mit einem Augenzwinkern. „Die alte Floßlände hat einen ganz besonderen Charme. Den gilt es zu bewahren.“

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