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Herzlichen Glückwunsch: Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller gratuliert Amalia Weltl zu ihrem 95. Geburtstag.

95. Geburtstag

Das Alter merkt man ihr nicht an

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Amalia Weltl feiert ihren 95. Geburtstag -  und erstaunt Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller mit ihrem Aussehen. 

Wolfratshausen – „Na, sowas, na.“ Amalia Weltl ist die Überraschung anzusehen, als plötzlich Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller mit einem großen Blumenstrauß vor ihr steht. Doch schließlich feiert man nicht jeden Tag seinen 95. Geburtstag. Und da darf auch ein hoher Repräsentant der Stadt kommen. Dabei mag Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller der Seniorin ihr hohes Alter gar nicht glauben. „Ach was“, wehrt die Jubilarin humorvoll das Kompliment ab. „Seh’n Sie doch – so schöne Blumen, und dann das alte Weib dazu.“

Auf die Welt kam Amalia Weltl in Oberbuch im Landkreis Erding als ältestes von fünf Kindern. „Eine Landwirtschaft hatten wir da“, erinnert sie sich, „mit Ochsen, Kühen, Schweinen und Hühnern. Jeden Morgen beim Aufstehen war mein erster Gedanke: ,Welches Vieh muss ich heute putzen?‘“ Die Familie versorgte sich zum großen Teil selbst. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum sie und ihre Tochter sich noch heute bewusst ernähren. „So wie heutzutage oft Tiere gehalten werden, nein, das ist nichts für uns“, bekräftigt Tochter Anna Maria, die sich seit Jahren um ihre Mutter kümmert. „Lieber im Winter heimischer Kohl als Paprika aus Spanien.“

Im Alter von 30 Jahren heiratete Amalia Weltl. Drei Kinder machten die Familie komplett. „Wir sind in Gröbenzell aufgewachsen“, berichtet die Tochter. „Mein Vater war dort auf einem Hof Melkermeister.“ Und immer half Amalia mit. Nach einem Zwischenaufenthalt auf dem Bergkramerhof zog das Ehepaar 1970 nach Wolfratshausen. Die damals 48-Jährige begann zuerst in der Geretsrieder Schokoladenfabrik Kneissl zu arbeiten, war später 15 Jahre als Putzfrau im Wolfratshauser Rathaus beschäftigt. „Das war noch unter dem damaligen Bürgermeister Willy Thieme“, erzählt sie. Und sie half, wenn die sprichwörtliche Not am Mann war: „Ich habe jahrelang im damaligen Kindergarten am Hammerschmiedweg gearbeitet“, berichtet Anna Maria Weltl. „Wenn hier einmal die Köchin ausgefallen ist, sprang die Mama ein.“

Erst im Rentenalter ließ es Amalia ruhiger angehen. „Zusammen sind die Eltern gerne Rad gefahren, haben Busreisen gemacht – und dann waren da noch die Enkelkinder, um die sie sich gerne gekümmert hat“, erzählt die Tochter. Das Jüngste, Katharina, kam erst jetzt im Januar zur Welt. „Das muss man sich vorstellen“, so die Jubilarin mit leuchtenden Augen, aber auch einem Kopfschütteln. „Ganze 95 Jahre jünger als ich. Unglaublich.“

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