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Am alten Krankenhaus möchte die Nachbarschaftshilfe ein soziales Zentrum errichten.

Verein Bürger für Bürger

Altes Wolfratshauser Krankenhaus soll soziales Zentrum werden

Der Verein Bürger für Bürger möchte seine vielfältigen Angebote am alten Krankenhaus bündeln.

Wolfratshausen – Der Verein Bürger für Bürger hat große Pläne. Die Nachbarschaftshilfe sucht bereits seit einigen Jahren Räumlichkeiten, in denen alle ehrenamtlichen Angebote des Vereins untergebracht werden können. Der Vorsitzende Peter Lobenstein hat dafür bereits eine Immobilie im Auge – und eine langfristige Vision.

Derzeit sind die Ressorts des Vereins im Stadtgebiet verteilt: In einem Raum im Isar-Loisach-Stadion in Farchet spielen Kinder in einer Vorkindergartengruppe. Ausrangierte Kinderkleidung und Spielzeug werden auf einem Basar in Waldram verkauft. Die Seniorentreffs und ein Kinderpark sind im evangelischen Gemeindehaus untergebracht. Außerdem finden einige Veranstaltungen des Vereins im alten Pumpenhaus am Loisachufer statt.

Peter Lobenstein, Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger.

Letzteres gehört der Kommune. Die Räumlichkeiten, in denen bis vor über einem Jahr das Stadtarchiv untergebracht war, wurden dem Verein vom Stadtrat so lange überlassen, bis Bürger für Bürger ein neues Domizil gefunden hat. Denn der Vereinschef Lobenstein möchte der Diaspora der sozialen Angebote ein Ende machen und „eine zentrale Anlaufstelle für alle schaffen“. Von Kindergartenkindern bis zu Senioren – alle Altersgruppen sollen an derselben Stelle bedient werden.

Der Verein sucht bereits seit vielen Monaten nach einer geeigneten Immobilie. Bei einem größeren Bauprojekt in der Stadt könnte der Verein fündig werden. An der Sauerlacher Straße, auf dem Grundstück des ehemaligen Krankenhauses, sollen Wohnungen entstehen. Die Maro-Genossenschaft aus Ohlstadt hat sich wie berichtet bereit erklärt, das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren und daneben ein Mehrgenerationenwohnhaus zu errichten. Mindestens die Hälfte der Wohnungen soll einkommensorientiert gefördert werden.

Das Bauprojekt war ein Bestreben des Stadtrates: Einstimmig hatte das Gremium im Oktober 2016 beschlossen, die Immobilie für eine solche Maßnahme an Baugenossenschaften auszuschreiben. Teil des Beschlusses war auch, eine Vier-Zimmer-Wohnung an einen Verein zu übergeben, der sich der Nachbarschaftshilfe verpflichtet.

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„Wir interessieren uns sehr für das Projekt“, erklärt Lobenstein. Der Verein habe bereits das Gespräch mit der Stadtverwaltung gesucht: „Wir haben unsere Wünsche bei der Stadt hinterlegt.“ Welche das im Detail sind, erläutert er nicht. In den vergangenen Monaten war die Nachbarschaftshilfe aber nicht mehr am Prozess beteiligt. Die Vertragsverhandlungen zwischen Kommune und Genossenschaft zogen sich lange hin. Wie berichtet sind sich die Parteien aber inzwischen einig. Lobenstein rechnet deshalb damit, dass sein Verein bald eine Rückmeldung bekommt.

Für Bürger für Bürger wäre es ein großer Schritt, wenn eine Wohnung für den Verein frei wäre. Lobensteins Vision geht aber noch weiter: Langfristig möchte er nicht nur die Angebote seines Vereins an einem Standort bündeln. „Mein Ziel ist ein großes Zentrum, mit allen Angeboten, die es im Sozialbereich gibt.“ Rentenberatung der Stadt, Sozial-Card-Anträge, Caritas-Gespräche: All diese Termine sollen nach Lobensteins Wunsch unter einem Dach stattfinden. „Es ist fraglich, ob und wie schnell sich das realisieren lässt“, ist dem Bürger für Bürger-Chef klar. „Aber für die Wolfratshauser wäre ein solches Angebot eine große Erleichterung.“

dst

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