Die Polizei ermittelt

Angebliches Sex-Video: Rentner in Wolfratshausen erpresst

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Eine böse Überraschung erlebten drei Rentner, als sie ihre E-Mails lasen: Ein Unbekannter drohte ihnen, ein angebliches Sex-Video zu veröffentlichen.

Wolfratshausen/Eurasburg – Mehrere Bürger, die im Zuständigkeitsbereich der Wolfratshauser Polizei wohnen, sind in der Nacht auf Dienstag per E-Mail erpresst worden. Eine „besonders dreiste E-Mail erhielt ein 76 Jahre alter Wolfratshauser“, berichtet Hauptkommissar Steffen Frühauf. Angeblich habe ein Trojaner (ein Softwareprogramm, das ohne Wissen des Anwenders im Hintergrund läuft), der im PC des Rentners installiert worden sei, die Bildschirmkamera aktiviert und den 76-Jährigen bei eindeutigen sexuellen Handlungen gefilmt. Der Absender der mysteriösen E-Mail forderte den Wolfratshauser auf, 500 Euro an eine sogenannte Bitcoin-Adresse zu zahlen. Andernfalls werde er das freizügige Video im Internet veröffentlichen.

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„Der 76-Jährige dachte gar nicht daran, den Betrag zu überweisen, da er genau wusste, dass das Ganze eine freche Lüge ist“, sagt Frühauf. Stattdessen erstattete der Erpresste Anzeige bei der Polizei in Wolfratshausen. Dort wurden bislang zwei ähnliche Vorkommnisse protokolliert. Auch in diesen Fällen versuchte der bislang unbekannte Täter mit derselben Masche in der Nacht von Montag auf Dienstag jeweils 500 Euro zu ergaunern. Opfer waren eine 73-jährige Frau aus Eurasburg und ein Wolfratshauser (67).

Die Polizei weist nachdrücklich darauf hin, den Spamfilter von Computern „aktuell zu halten“ und keine Anhänge von E-Mails zu öffnen, deren Absender man nicht kennt. Darüber hinaus sei es ratsam, die Kamera am PC-Bildschirm abzukleben, um zu verhindern, dass es tatsächlich zu unerwünschten Foto- oder Video-Aufnahmen kommt. cce

Rubriklistenbild: © Symbolfoto/dpa

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