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Großen Zulauf haben die Hortplätze in Wolfratshausen.

Zu wenig Plätze

Ansturm auf den Hort

Die Meldung sorgt bei vielen Eltern für Verunsicherung: Es fehlen 30 Hortplätze für das kommende Schuljahr in der Loisachstadt.

Wolfratshausen – Der Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales beauftragte den Chef des Kinder- und Jugendfördervereins (KJFV) Wolfratshausen, Fritz Meixner, Lösungen zu erarbeiten. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem Rathaus und dem Bürgermeister Klaus Heilinglechner passieren.

Der Rathauschef äußert sich optimistisch: „Wir haben es bislang jedes Jahr geschafft, alle Kinder unterzubringen, die einen Platz gebraucht haben.“ Auch heuer – so seine Überzeugung – werde es der Kommune gelingen, dass kein Kind auf der Straße steht. Bevor man eine Entscheidung über die Zukunft der Mittags- und Nachmittagsbetreuung trifft, möchte Heilinglechner die Schuleinschreibung abwarten, die im April stattfindet. „Vielleicht ergeben sich dadurch noch einmal andere Zahlen.“ Ihm sei klar, dass der Zeitraum von April bis September – dann beginnt das neue Schuljahr und damit auch das Betreuungsangebot – eng gesteckt ist. Dennoch präferiert Heilinglechner dieses Vorgehen. „Das ist sinnvoller, als jetzt aus dem Bauch heraus teure Lösungen zu schaffen, die dann gar nicht gebraucht werden.“

Heilinglechner versichert aber, dass das Thema schon jetzt behandelt wird: „Es haben schon Gespräche zwischen der Stadt und dem Kinder- und Jugendförderverein stattgefunden. Dabei haben wir schon Überlegungen angestellt, wie man den Bedarf abfangen könnte.“ Details möchte er nicht erläutern, bevor endgültige Zahlen auf dem Tisch liegen.

Ähnlich äußert sich KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner: „Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, die wir überdenken.“ Öffentlich nennen möchte er bislang nur eine Überlegung, die im Bauausschuss diskutiert worden ist. Bei der Debatte über einen Bebauungsplan in der Bahnhofsstraße hielt sich der Stadtrat die Option offen, übergangsweise Container zu errichten. Darin könnten zum Beispiel Hortgruppen untergebracht werden.

Darüber hinaus arbeite der KJFV – das versichert Meixner – „mit Hochdruck“ daran, Optionen zu finden, genügend Hortplätze zur Verfügung zu stellen. Seit der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses sei bereits „einiges in die richtige Richtung passiert“. Heilinglechner spricht dem KJFV sein volles Vertrauen aus: „Wir haben mit dem Verein einen Partner, auf den wir uns immer verlassen konnten und der eine wirklich gute Arbeit leistet.“ Das zeige sich nicht zuletzt daran, dass bislang zu jedem Schuljahresbeginn ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung standen.

Dominik Stallein

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