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Echte Freunde: Die ehemaligen Bürgermeister Helmut Forster (Wolfratshausen) und Hiroshi Kinoshita (Iruma) beim 50-jährigen Stadtjubiläum von Wolfratshausen. 

Städtepartnerschaft

Auf Wolfratshauser Vorschlag: Bundesverdienstkreuz für Irumas Altbürgermeister Kinoshita

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Die Initiative ging von der Stadt Wolfratshausen und dem Partnerschaftsverein Iruma-Wolfratshausen aus. Nun erhielt der ehemalige Bürgermeister der japanischen Partnerstadt das Bundesverdienstkreuz.  

Wolfratshausen/Iruma –Der langjährige Bürgermeister von Iruma, der japanischen Partnerstadt von Wolfratshausen, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Für diese hohe Ehrung vorgeschlagen hatten Hiroshi Kinoshita die Stadt Wolfratshausen und der Partnerschaftsverein Iruma-Wolfratshausen – jeweils vertreten durch Bürgermeister Klaus Heilinglechner und den Vereinsvorsitzenden Ludwig Gollwitzer.

Kinoshita war als Zweiter Bürgermeister der Stadt Iruma zusammen mit dem mittlerweile verstorbenen Rathauschef Jinpei Mizumura „der Motor für den Freundschaftsvertrag“, der 1987 zwischen den beiden Kommunen geschlossen worden ist. „Nach seiner Wahl 1991 zum Ersten Bürgermeister von Iruma hat er bis zum Ende seiner Amtszeit 2013 unentwegt an dieser Verbindung zwischen – sozusagen zwei Welten – gearbeitet“, betonen Heilinglechner und Gollwitzer. Ihren Vorschlag, Kinoshita mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen, begründeten die beiden unter anderem mit Hinweisen auf „sein Engagement für diese völkerverbindende Freundschaft“ und den „Ausbau der deutsch-japanischen Freundschaft“. Auch den Jugendaustausch zwischen den Städten hatte der ehemalige Bürgermeister Irumas initiiert. Seit 1995 besuchen abwechselnd im zweijährigen Rhythmus junge Menschen ihre jeweiligen Partnerstädte und leben dort in Gastfamilien.

1996 hatte Kinoshita zwei Mitarbeiter des Rathauses zu einem Arbeitsbesuch nach Oberbayern entsandt. Sie sollten die regionale Müllentsorgung, den Arten- und Naturschutz und die Regionalplanung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen studieren. Viele dabei gewonnenen Erkenntnisse, so Heilinglechner und Gollwitzer, seien in entsprechende Konzepte in Iruma eingeflossen.

Ein deutlich sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen der Flößerstadt und Iruma ist der japanische Garten am westlichen Loisachufer. Kinoshita ließ den Bau zwei Jahre planen und schenkte den Garten der Stadt Wolfratshausen 2003 anlässlich deren 1000-Jahr-Feier. Heilinglechner: „Heute ist er ein beliebter Aufenthaltsort im Herzen der Flößerstadt und aus unserem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.“

Kinoshita habe seine Fähigkeiten, seine Kenntnisse, seine Persönlichkeit und nicht zuletzt sein Amt als Bürgermeister mehr als 20 Jahre eingesetzt, „um bürgerschaftliches Engagement zielstrebig voranzubringen“. Ihm sei immer bewusst gewesen, „wie wichtig das völkerverbindende Element für ein lebendiges und tolerantes Gemeinwohl ist“, stellen Heilinglechner und Gollwitzer fest. Und: „Das, was er getan hat, war nicht nur Pflichterfüllung und Dienst an den Menschen seiner Heimatstadt. Es war zugleich ein Dienst für eine lebendige, liebenswerte und Grenzen übergreifende demokratische Gesellschaft.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Kinoshita am 18. Dezember das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Ordensinsignien wurden nach Angaben der Stadt Wolfratshausen zur Überreichung an die deutsche Botschaft in Tokio übersandt. Der Termin für die Übergabe an Kinoshita steht noch nicht fest.

Sowohl Bürgermeister Heilinglechner als auch Vereinsvorsitzender Gollwitzer haben in einem Gratulationsschreiben „ihre Freude über die Verleihung dieser Auszeichnung zum Ausdruck gebracht“, teilt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung mit. Hiroshi Kinoshita war 2008 die Bürgermedaille der Stadt Wolfratshausen verliehen worden.

cce

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