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Ausschuss lobt Integrationsbeauftragte: „Sie leisten tolle Arbeit“

Integrationsbeauftragte Anika Dollinger legt ihren Bericht im Kulturausschuss vor und erntet Lob: Die Unterbringung von anerkannten Asylbewerbern funktioniert gut.

Wolfratshausen – Was im vergangenen Jahr zur Eingliederung von anerkannten Asylbewerbern in Wolfratshausen geleistet wurde, berichtete die städtische Beauftragte für Integrations- und Wohnungslosenhilfe, Anika Dollinger, am Dienstag im Jugend- und Kulturausschuss. Dafür gab es Lob vom Bürgermeister und Stadträten aller Fraktionen.

„Für 41 anerkannte Flüchtlinge haben wir Hand in Hand mit der Caritas und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft in Wolfratshausen eine Wohnung gefunden“, berichtete Dollinger. Weil die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sehr gut funktioniere, mussten bisher noch keine Asylbewerber in Obdachlosenunterkünfte einziehen. Hilfsbedarf herrsche vor allem bei der Wohnungssuche. „Viele wissen zudem nicht, wie Formulare auszufüllen sind und wie sie Sozialleistungen beantragen müssen.“ Deshalb bietet die Stadt unter anderem jeden Dienstag von 17 bis 18 Uhr eine Bürgersprechstunde im Integrationszentrum am Obermarkt an.

Darüber hinaus vermittelten Vertreter des Amtsgerichts den Flüchtlingen in vier mehrstündigen Veranstaltungen die Grundregeln der Rechtsordnung. Die Möglichkeit zum Gedankenaustausch mit Einheimischen besteht unter anderem im „WORld Café“, das regelmäßig im Jugendhaus La Vida und an anderen Orten stattfindet. Auch der interkulturelle Begegnungsabend „Alltag in der neuen Heimat“ im Mai wurde laut Dollinger gut angenommen. In einem Managerseminar mit der Münchner Rückversicherung wurde elf Teilnehmern erklärt, wie sie sich am Arbeitsmarkt aussichtsreich bewerben.

Dollinger nannte in der Sitzung aktuelle Zahlen. Demnach stammen die meisten der derzeit 233 Asylbewerber in Wolfratshausen aus Afghanistan (43 Prozent), gefolgt von Nigeria (18), Irak (12) und Syrien (9). 70 Prozent der Flüchtlinge sind männlich, 87 Prozent sind in der Altstadt untergebracht. Das Alter reicht vom Säugling bis zum 77-Jährigen.

Die Stadträte würdigten das Engagement der Integrationsbeauftragten, die seit Anfang 2016 fest angestellt ist. „Sie sind ins kalte Wasser gesprungen und haben das bisher sehr gut gemacht“, lobte Renate Tilke. Bürgermeister Klaus Heilinglechner sagte: „Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Sie leisten tolle Arbeit.“

Peter Herrmann

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