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Die neue Rechtsabbieger-Ampel an der B11 ist bis auf Weiteres außer Betrieb.

Videoerfassung soll Klarheit bringen

B11: Rechtsabbieger-Ampel auf Grundlage falscher Zahlen?

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Die neue Rechtsabbieger-Ampel an der Kreuzung zwischen B11 und Schießstättstraße ist bis auf Weiteres außer Betrieb. Eine Videoerfassung soll Klarheit bringen, ob die Ampelschaltung auf falschen Zahlen basiert.

Wolfratshausen – Die neue Ampelanlage an der sogenannten Tapsi-Kreuzung in Wolfratshausen macht weiterhin Probleme. Übers Wochenende war die Rechtsabbieger-Ampel von der B 11 in Richtung Schießstättstraße wie berichtet abgeschaltet und mit schwarzer Folie abgedeckt worden. Am Montag ging sie wieder in Betrieb. Doch bereits am Dienstagabend wurde sie wieder abgeschaltet.

„Wir haben die Ampel nur vorläufig in Betrieb genommen“, erklärt Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, auf Nachfrage unserer Zeitung. Um die Defizite an der Kreuzung zu dokumentieren, habe zu den Spitzenzeiten am Montag und Dienstag eine Videoerfassung stattgefunden, erklärt Fritsch. Wie berichtet kam es auf der B 11 seit der Inbetriebnahme der intelligenten Ampelanlage wiederholt zu massiven Rückstaus. Den Verkehrsknotenpunkt passieren täglich rund 25.000 Fahrzeuge. „Der Gutachter hat die Vermutung, dass die zugrunde liegende Verkehrszählung nicht den Tatsachen entspricht“, sagt Behördenleiter Fritsch. „Er geht davon aus, dass es deutlich mehr Rechtsabbieger gibt, als bisher angenommen.“ Die Ergebnisse der Videoerfassung sollen diese Mutmaßung nun beweisen. „Dann kann das System nachgebessert werden.“

Die Rechtsabbieger-Ampel in Richtung Schießstättstraße bleibt bis auf weiteres außer Betrieb. „Das ist momentan die beste Lösung für den gesamten Verkehrsablauf“, erklärt Fritsch. Am kommenden Montag wolle sich der Gutachter mit Vertretern des Staatlichen Bauamts Weilheim und der Stadt Wolfratshausen zusammensetzen, um die neuen Erkenntnisse zu besprechen. 

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