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Mehr Zeit für die Liebe? So viel Nachwuchs gab es 2021 im Landkreis

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Zwischen 2500 und 4500 Gramm schwer waren die meisten Babys, die im vergangenen Jahr in der Kreisklinik Wolfratshausen zur Welt kamen.
Zwischen 2500 und 4500 Gramm schwer waren die meisten Babys, die im vergangenen Jahr in der Kreisklinik Wolfratshausen zur Welt kamen. © Julian Stratenschulte/dpa

Die Menschen sind coronabedingt mehr daheim. Nutzen sie die Zeit für die Liebe? Ein Blick in die Geburtenstatistik von 2021 gibt Aufschluss.

Bad Tölz-Wolfratshausen – In der Großstadt gab es 2021 einen Geburtenrekord: 24 089 Münchner Kindl wurden geboren, so viele wie noch nie. Und wie sah es mit den Paaren im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aus? Hatten die coronabedingt auch mehr Zeit für die Liebe? Unsere Zeitung hat sich umgehört.

Die Kreisklinik Wolfratshausen registrierte im dritten Jahr in Folge exakt 616 Geburten. „Zufall“, wie Pressesprecher Stefan Berger sagt. Von einem außergewöhnlichen Babyboom könne somit keine Rede sein. Zusammen mit der Hauptstelle am Klinikum Starnberg zählte die Geburtshilfe allerdings 3722 Geburten und erreichte somit bayernweit Rang 3 und bundesweit Rang 7, berichtet Berger.

Interessant: Als die Diskussion um die Zukunft der Kreisklinik aufkam, gab es einen „kurzzeitigen, aber spürbaren Einbruch“, sagt Berger. „Die Verunsicherung der Patienten hatte sich auch auf unsere Geburtshilfe-Außenstelle übertragen und manche Frauen phasenweise dazu bewogen, in einer anderen Klinik zu entbinden“, erklärt der Sprecher der Starnberger Kliniken. Nachdem der Fortbestand der Kreisklinik geklärt war, habe sich das aber schnell wieder beruhigt. Unter der Leitung von Dr. Dörte Lüdders betreuen inzwischen neun Hebammen werdende Mütter. Da es zuvor acht waren, spricht Berger auch hier von „Nachwuchs“ – mit einem Augenzwinkern.

Dr. Dörte Lüdders, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, leitet seit einem Jahr die Starnberger Außenstelle für Geburtshilfe in Wolfratshausen.
Dr. Dörte Lüdders, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, leitet seit einem Jahr die Starnberger Außenstelle für Geburtshilfe in Wolfratshausen. © Klinikum Starnberg

168 Wolfratshauserinnen haben 2021 Nachwuchs bekommen

Kinder, die in der Kreisklinik das Licht der Welt erblicken, werden am Wolfratshauser Standesamt beurkundet, dazu kommen Hausgeburten. 2021 registrierte das Standesamt somit 619 Geburten, kaum mehr als im Vorjahr. Ein Bruchteil davon geht auf Bürger der Stadt zurück. „Es haben 168 Wolfratshauserinnen Nachwuchs bekommen“, teilt Michael Nussbaumer vom Standesamt mit.

Gut 50 Babys mehr haben Geretsrieder Mütter zur Welt gebracht. 221 Geburten meldet die größte Stadt im Landkreis. „Der Juli war mit 25 der geburtenreichste Monat“, berichtet Pressesprecher Thomas Loibl. Insgesamt sieben Hausgeburten gab es in Geretsried – exakt so viele wie im Vorjahr. Im Standesamtsbezirk zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. In Dietramszell, Münsing und Königsdorf gab es in etwa so viele Vor-Ort-Entbindungen wie in den Jahren zuvor. Icking sticht aber hervor: Sechs Geburten registrierte das Geretsrieder Standesamt dort für 2021. 2020 war es nur eine gewesen.

Einzig die Statistik des Einwohnermeldeamts in Bad Tölz lässt Raum für Lockdown-Spekulationen. 94 kleine Tölzer und 83 kleine Tölzerinnen gab es 2021. Mit 177 Geburten toppt das Jahr 2021 also seinen Vorgänger. 2020 hatten 153 Tölzerinnen ein Kind geboren. Als Geburtsort steht bei zehn Mädchen und Buben Bad Tölz im Ausweis, sprich es waren Hausgeburten. Für den Standesamtsbezirk kann Rathaussprecherin Birte Otterbach die Vor-Ort-Geburten aus datenschutzgründen nicht einzeln aufschlüsseln. Insgesamt gab es in der Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern, Wackersberg und Bad Heilbrunn sieben Niederkünfte. Im Vorjahr waren es im Standesamtsbezirk, also mit Bad Tölz zusammen, zehn Hausgeburten.

sw

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