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Badespaß am Starnberger See - hier am Ufer von Münsing.

Wo ist FKK erlaubt?

Der Sommer kommt zurück: Diese Regeln müssen Badegäste an Seen im Landkreis beachten

In den nächsten Tagen soll sich der Sommer nochmal von seiner schönsten Seite zeigen. Viele wird das zum Baden an die Seen oder Teiche im Landkreis locken. Doch dabei gilt es einige Spielregeln zu beachten. 

Bad Tölz-Wolfratshausen – Sommer-Endspurt in Bayern. In den nächsten Tagen soll es noch einmal heiß werden. Dann herrscht an den Flüssen und Seen im Landkreis wieder Hochkonjunktur. FKK-Freunde, Hundebesitzer und Hobby-Grillmeister sollten sich vor dem Ausflug jedoch genau informieren. Nicht alles ist am und im Wasser erlaubt.

Landkreis hat keine einheitliche Regelung

Grundsätzlich gibt es keine landkreisweit einheitliche Regelung, was Badegäste dürfen und was nicht. „Das können die Kommunen selbst in Badeverordnungen regeln“, erklärt die Pressesprecherin des Landratsamts, Sabine Schmid. Bis 2013 gab es ein solches Regelwerk für ganz Bayern. „Darin war zum Beispiel festgelegt, dass Badekleidung verpflichtend ist.“ Inzwischen ist das anders: „Grundsätzlich ist Nacktbaden heute nicht mehr verboten.“ Außer die Städte und Gemeinden legen mit einer jeweils individuellen Regelung eine Textilpflicht fest.

Kein Nacktbaden in Münsing

Auf den großen Liegewiesen am Starnberger See in Münsing genießen in den Sommermonaten Tausende auf ihren Handtüchern die Sonne. Ganzkörper-Bräune können sie dort nicht erwarten: „Die Badeplätze sind keine FKK-Gelände“, erklärt Rathausmitarbeiterin Anita Naß. Das ist in der Gemeinde Münsing mit einer Badeverordnung geregelt. Einige FKK-Fans haben sich vor wenigen Monaten jedoch ihr eigenes Refugium geschaffen. Inmitten eines relativ verwachsenen Waldstücks am Ostufer des Starnberger Sees trafen sich Nudisten in blickgeschützter Idylle. Inzwischen wurde das Unterholz umgeschnitten – und die Nackten am See wurden weniger.

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Auf Schildern an allen Zugängen zu den Liegewiesen wird auf das Nacktbadeverbot hingewiesen. Dort ist auch zu lesen, dass Hunde – Blindenhunde explizit ausgenommen – nicht mit auf die Badeplätze genommen werden dürfen. Offenes Feuer und Grillen sowie das Übernachten und Zelten sind ebenso verboten.

Bibisee hat textilfreien Bereich

So strikt wie in Münsing läuft es am Bibisee in Königsdorf nicht. Am Badeplatz, der sich im Privatbesitz der Familie Kutschke befindet, gibt es trotzdem ein paar Regeln. „Es gibt einen textilfreien Bereich“, erklärt Hannelore Kutschke. Außerhalb des rund 200 Meter langen Teilstücks müssen Frauen und Männer Badekleidung tragen. An dem FKK-Bereich stört sich laut Kutschke niemand – die Nacktbader würden es genießen, unter ihresgleichen zu sein, Familien und andere Badegäste ebenfalls. Hunde sind auf dem weitläufigen Gelände „nicht unbedingt erwünscht“, sagt Kutschke. Wer seinen Vierbeiner mit zum Bibisee nimmt, muss den Hund anleinen. „Ins Wasser sollen sie nicht springen.“

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Am Walchen- und am Kochelsee tummeln sich bei Sonnenschein zahlreiche Ausflügler. „Der Badebetrieb läuft ziemlich problemlos“, berichtet Nicole Lutterer von der zuständigen Gemeinde Kochel am See. Eine Badeverordnung gibt es in der 4000-Seelen-Gemeinde nicht. Ob das auch künftig so bleibt, mag Lutterer zwar nicht beschwören. „Aber momentan gibt es überhaupt keine Beschwerden von Badegästen, die dafür sprechen würden.“ Ein paar Regelungen müssen Besucher dennoch beachten: „Es gibt Vorgaben aus dem Naturschutzgesetz, an die sich jeder halten muss.“

dst

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