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Strahlende Gesichter im Badehaus

Acht Wochen nach der Eröffnung

Badehaus in Waldram begrüßt 1000. Besucherin

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Wenige Wochen nach seiner Eröffnung, durfte das Badehaus in Waldram seine 1000. Besucherin begrüßen: Die 16-jährige Magdalena Binder war von der Erinnerungsstätte beeindruckt.

Waldram– Nur acht Wochen nach der Eröffnung wurde am Sonntag im Badehaus die 1000. Besucherin begrüßt – sehr zur Freude der Vorsitzenden des Vereins „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“, Dr. Sybille Krafft. „Der ehrenamtlich geschaffene und ehrenamtlich betriebene Erinnerungsort ist also jetzt schon ein großer Erfolg und ein Publikumsmagnet“, schreibt sie in einer Pressemitteilung.

Die 1000. Besucherin war Magdalena Binder (16), die gemeinsam mit ihrer Mutter die Ausstellung besichtigte. Die Schülerin des Geretsrieder Gymnasiums, die mit ihrer Familie seit zehn Jahren in Waldram lebt, war vom Badehaus beeindruckt. „Es ist total interessant, an einem Ort mit so viel Geschichte zu leben“, wird die 16-Jährige zitiert. „Man kann hier gleich Verbindungen herstellen zwischen damals und heute.“ So hat die Schülerin entdeckt, dass das Haus ihrer Familie an der Gebsattelstraße früher an der „Florida Street“ stand. Ihre Eltern hatten beim Renovieren unter der Treppe sogar interessante Hinterlassenschaften gefunden: zwei Tuben mit Zahnsalz und Zahnpasta sowie eine amerikanische Zigarettenschachtel aus der Zeit, als das frühere Föhrenwald ein Lager für jüdische Displaced Persons war. Die Fundstücke hat die Familie Binder dem Badehaus geschenkt. Sie werden als besondere Exponate in einer Vitrine gezeigt.

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Als Geschenk für die 1000. Besucherin gab es das Badehaus in Form eines Lichterhauses, dazu das Buch „Unterm Joch. Zwangsarbeit im Wolfratshauser Forst“, das Sybille Krafft und Wolfgang Schael von Gamm für den Historischen Verein Wolfratshausen verfasst haben. Laut Krafft kannte sich die Gymnasiastin in der Waldramer Geschichte schon gut aus. Mit ihrem P-Seminar hatte sie am Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema „Flucht und Vertreibung“ teilgenommen. Die 16-jährige hatte sich mit dem Schicksal der Displaced Persons beschäftigt.

 sas

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