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Seit fünf Jahren arbeiten die Mitglieder ehrenamtlich daran, im ehemaligen Badehaus am Kolpingplatz in Waldram eine Erinnerungs-, Dokumentations- und Begegnungsstätte einzurichten.

Zum fünfjährigen Bestehen

Badehaus-Verein: „Mammutprojekt“ wächst weiter

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In diesen Tagen blicken die Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald auf ein besonderes Datum zurück. Im September vor fünf Jahren wurde der Verein gegründet.

Waldram – In diesen Tagen blicken die Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald auf ein besonderes Datum zurück. Im September vor fünf Jahren wurde der Verein gegründet. Seither arbeiten die Mitglieder ehrenamtlich daran, im ehemaligen Badehaus am Kolpingplatz in Waldram eine Erinnerungs-, Dokumentations- und Begegnungsstätte einzurichten. Aus Anlass des fünften Geburtstags bat unsere Zeitung die Vereinsvorsitzende Dr. Sybille Krafft, folgende Sätze zu vervollständigen:

Frau Dr. Krafft, vor fünf Jahren dachten Sie...

... nicht, dass so viel Arbeit auf uns zukommen wird. Ich war der Meinung, dass wir dieses sinnvolle und notwendige Vorhaben innerhalb von drei Jahren realisieren können. Doch die Mühlen mancher Institutionen mahlen nicht immer rasant.

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung war...

... die Finanzierung dieses großen Gedenkprojekts, das mehr als 1,7 Millionen Euro kostet. Dazu kamen die vielen Anträge und Verhandlungen sowie die konkrete Arbeit der Bau- und Dokumentationsgruppe. Das ist kein Spaziergang, sondern harte Arbeit – noch dazu alles ehrenamtlich.

Der enorme Aufwand lohnt sich, weil...

Dr. Sybille Krafft ist Vorsitzende desBadehaus-Vereins

... es schön ist, zu sehen, wie sich so viele Menschen mit Herzblut engagieren. Obwohl uns der Wind manchmal sehr hart entgegenkam, konnten und können wir ihm gemeinsam standhalten. Unser Verein hat inzwischen mehr als 340 Mitglieder, das jüngste ist vier, das älteste 89 Jahre alt. Die meisten kommen aus der Region. Doch mittlerweile baut sich ein Netzwerk aus ehemaligen Föhrenwaldern auf, die auf der ganzen Welt verteilt leben. Wir haben Zeitzeugen in ganz Deutschland, in Amerika, Israel und Australien gefunden. Sie nehmen regen Anteil an der Arbeit vor Ort, beliefern uns mit Informationen und Dokumenten. Immer mehr Zeitzeugen und deren Nachkommen melden sich und besuchen uns. Das Projekt wächst.

Für die nächsten fünf Jahre wünschen Sie sich...

... dass wir die letzten Arbeiten am Gebäude vor Wintereinbruch abschließen können. Das Museum als Erinnerungsort und Begegnungsstätte soll bis Mitte nächsten Jahres eingerichtet sein. Dann freue ich mich auf viele Besucher aller Altersgruppen, sozialen Milieus und religiösen Richtungen. Außerdem hoffe ich, dass weitere Sponsoren den Verein unterstützen möchten. Denn ein solches Projekt ehrenamtlich auf die Beine zu stellen, ist eine Mammutaufgabe.

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