Entscheidung bekannt: Das planen die Bayern mit Coman

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Ungesicherter Streckenabschnitt: Oft sind Fußgänger auf den Gleisen am Mühlpointweg unterwegs.

Gefährliche Gleisanlage am Mühlpointweg

Bahn will für Zaun nichts zahlen

Wolfratshausen – Das Problem ist bekannt. Die Gleisanlage am Mühlpointweg ist nicht abgesichert. Mehrmals gab es bereits Probleme, weil Menschen auf den Schienen spazierten. Die Stadt Wolfratshausen möchte eine Zaunanlage und baut auf die Hilfe des Bundes-Verkehrsministeriums. Nun liegt eine Antwort der Behörde vor.

Das Gelände ist Eigentum der Deutschen Bahn (DB). Das Verkehrsunternehmen sieht jedoch keine Veranlassung, die Stelle zu sichern. „Es ist verboten, Gleisanlagen zu betreten“, lautet die knappe Stellungnahme eines Sprechers der DB. Also – so der Schluss des Unternehmens – braucht es keine Absperrung. Die Passanten hätten sich lediglich an die Regeln zu halten.

Viele Wolfratshauser sehen das anders. Vor einiger Zeit setzte sich eine Bürgerinitiative dafür ein, die brisante Stelle abzusichern. Auch im Stadtrat ist dieser Wunsch angekommen. Peter Plößl (CSU) sprach daraufhin den höchsten deutschen Verkehrspolitiker auf die Gefahrenlage an. Bei einem Ortsbesuch in der Loisachstadt versprach Verkehrsminister Alexander Dobrindt, sich der Causa Mühlpointweg anzunehmen. Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) nahm den Spitzenpolitiker der CSU beim Wort. „Ich habe ihm sämtliche Unterlagen und Stellungnahmen zu dem Thema zugeschickt“, sagt der Bürgermeister auf Nachfrage unserer Zeitung. „Das war Ende September.“

Inzwischen hat das Bundesverkehrsministerium eine Antwort verschickt, die unserer Zeitung vorliegt. Aus dem Schreiben geht hervor: Am Mühlpointweg kann eine Einfriedung gebaut werden. Allerdings nur, wenn die Kommune Planung, Ausführung, Baukosten und Instandhaltung der Zaunanlage übernimmt. Das hatte der Rathauschef vor einigen Monaten kategorisch abgelehnt. Die Kosten für einen geerdeten Zaun seien mit 50 000 Euro zu hoch. Und: Eigentümer des Geländes ist die Deutsche Bahn. Damit sei das Unternehmen für Baumaßnahmen zuständig. Heilinglechner befürchtete, dass noch andere Zuständigkeiten von Unternehmen auf die Kommune abgewälzt werden könnten, wenn die Stadt in dieser Sache aktiv würde.

Inzwischen ist der Bürgermeister kompromissbereit: „Wir werden diese Angelegenheit im Bauausschuss oder im Stadtrat besprechen.“ Sollte sich eine Mehrheit für die Errichtung eines Zaunes finden, möchte Heilinglechner den Bau forcieren. „Der Stadtrat hat hier die Hoheit“, stellt er klar.

Eine Problematik gibt es jedoch: Wenn die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried vorgenommen wird, müsste der Zaun wieder verschwinden. „Die Anpassungen des Geländes reichen bis zu dem Bereich, in dem die Einfriedung gewünscht ist“, schreibt das Ministerium in seiner Stellungnahme. Das ist allerdings auch schon die einzige neue Information für Heilinglechner. Das Schreiben des Bundesministeriums habe wenig gebracht. „Aber probieren wollten wir es natürlich, wenn ein Minister uns schon seine Hilfe anbietet“, sagt Heilinglechner. Das letzte Wort hat nun wieder der Stadtrat.

Dominik Stallein

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