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Zugewachsen: Damit sie wenigstens einen klaren Blick auf die Pläne bekommen, wünschen sich Wolfratshausens Stadträte einen Vor-Ort-Besuch von XXXLutz. 

Ehemaliger Möbel Mahler

XXXLutz soll Rede und Antwort stehen

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Wolfratshausen - Der Bauausschuss hat zwei Anträge des österreichischen Möbelriesen XXXLutz vertagt. Sie wollen erst ein Gesamtkonzept sehen - und zwar vor Ort.

Bereits im Juli hatte die Unternehmensgruppe den Bauantrag für das Lagerhaus vorgelegt. Dreigeschossig, 16 Meter hoch und mit Verbindung zum Möbelhaus war das Bauwerk dem Bauausschuss aber zu massiv. Einstimmig lehnte das Gremium das Vorhaben ab. Der Antragsteller besserte nach: Nach dem neuen Antrag sollte das Lager lediglich zwei Geschosse haben, statt 16 waren etwas über zehn Meter Höhe geplant. Die Verbindung zum Möbelhaus sollte bleiben. In diesem wollte der Möbelriese ein neues Eingangsportal schaffen. Hinzukommen sollen ein Restaurant, neue Kundenbüroräume und eine Nutzungsänderung von Lager- und Verkaufsfläche.

Der Vorwurf der "Scheibchentaktik" wird laut

Der Bauausschuss wollte beiden Anträgen nicht ohne weitere Informationen zustimmen: „Wir kennen das Gesamtkonzept nicht“, monierte Dr. Manfred Fleischer. Der CSU-Stadtrat forderte vor einer Abstimmung im Gremium ein Gespräch mit XXXLutz. „Wir hatten noch nie ein direktes Gespräch“, sagte Fleischer. Und das, obwohl der prominente Standort des ehemaligen Möbel Mahler für die Stadt sehr wichtig sei. Fleischer forderte, dass die österreichische Unternehmensgruppe in der Oktober-Sitzung des Ausschusses Rede und Antwort stehen sollte. „XXXLutz soll Stadtrat und Bürgern offenlegen, was sie in Wolfratshausen planen.“ Bisher gleiche die Vorgehensweise des Möbelriesen einer „Scheibchentaktik“. Auch der Fraktionssprecher der Bürgervereinigung, Josef Praller, hatte Bedenken: „Wir wissen immer noch nicht genau, was XXXLutz plant.“

Rathauschef ist und bleibt optimistisch

Rathauschef Klaus Heilinglechner pflichtete Fleischer bei. Im Gespräch mit Vertretern des Möbelriesen habe er diese Vorgehensweise bereits angemahnt. Er äußerte sich optimistisch, dass ein Vertreter der Unternehmensgruppe der Einladung der Stadtratsmitglieder nachkommen werde: „Ich denke, Lutz wird den Weg zu uns finden.“ Aber, das gab der Rathauschef zu Bedenken: Der Fristen wegen müsse im Oktober eine Entscheidung fallen. Ansonsten gelte der Bauantrag als angenommen.

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