Ein altes Haus.
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Soll im nächsten Jahr abgerissen werden: das Mehrfamilienhaus der Baugenossenschaft Wolfratshausen mit 15 Wohnungen am Waldrand 26.

Neues Projekt der Baugenossenschaft Wolfratshausen

Baugenossenschaft investiert acht Millionen Euro: Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum

Die Baugenossenschaft Wolfratshausen hat ein neues Projekt in der Pipeline. Der Bauausschuss machte den Weg dafür jetzt frei.

Wolfratshausen – Am Waldrand 26 im Stadtteil Farchet sollen zwei neue viergeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen. Dem Abbruch des 52 Jahre alten Bestandsgebäudes hatte der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats bereits im Februar zugestimmt. Nach diesem positiven Vorbescheid arbeitete das Wolfratshauser Ingenieurbüro Wehbe drei Planungsvarianten aus, von denen sich nun eine durchgesetzt hat.

Einstimmig verwarf das Gremium die beiden Optionen, die nur einen Baukörper vorsehen. Die zehn Räte befürworteten stattdessen die Errichtung zweier unterschiedlich großer Gebäude. Das Haus 1 soll die Maße 15 mal 11,50 Meter haben und an der nordöstlichen Gebäudeseite einen Vorsprung von 2 mal 9 Meter aufweisen. Das benachbarte Gebäude soll mit 27 mal 11,50 Meter etwas größer werden und an der Nordseite über ein Treppenhaus mit Aufzug verfügen. Somit würde sich für die beiden viergeschossigen Häuser eine Gesamtwohnfläche von 1950 Quadratmeter ergeben – das wäre eine Verdopplung des derzeitigen Bestands. Zudem sind Satteldächer mit einer Dachneigung von 30 Grad vorgesehen. Die geplante Firsthöhe von 15 Metern entspricht nahezu der Höhe des Abrissgebäudes.

Baugenossenschaft rechnet mit acht Millionen Euro Investitionskosten

Die Baugenossenschaft (BG) Wolfratshausen rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro. Auf Nachfrage unserer Zeitung ergänzt Ingenieur und BG--Vorstandsmitglied Josef Wehbe, dass der Stellplatznachweis in Form einer Tiefgarage sowie oberirdischen Stellplätzen erbracht werden soll. „Im Rahmen des Mobilitätskonzeptes kann aber auch über Alternativen wie Carsharing, Radabstellplätze und eine Elektroauto-Ladestation nachgedacht werden“, so Wehbe. Den Lärmschutz für die insgesamt 24 neuen Wohnungen sollen spezielle Wände gewährleisten. So gibt es auch keine Nutzungseinschränkungen für Sportler, die im angrenzenden Isar-Loisach-Stadion trainieren.

Wir wollen erst unser Wohnbauprojekt an der Blombergstraße vollständig abschließen, damit die Mieter aus dem jetzigen Bestandsgebäude am Waldrand dorthin umgesiedelt werden können.“

Josef Wehbe, Bauingenieur und Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Wolfratshausen

Das Konzept gefiel dem Bauausschuss. „Wir bevorzugen Variante drei, weil sie aufgelockert ist und zirca 15 Prozent mehr Wohnfläche bietet als die beiden anderen Varianten“, sagte Dr. Hans Schmid (Grüne). Dennoch müsse die BG ausdrücklich darauf hingewiesen werden, die Baumreihe vor dem Stadion zu erhalten und Klimaschutzmaßnahmen zu realisieren. Bis die ersten Bagger am Waldrand 26 anrollen, vergeht laut Wehbe mindestens noch ein Jahr. „Wir wollen erst unser Wohnbauprojekt an der Blombergstraße vollständig abschließen, damit die Mieter aus dem jetzigen Bestandsgebäude am Waldrand dorthin umgesiedelt werden können.“

Peter Herrmann

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