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Premiere geglückt: Jugendstadtkappelle und „Housemusi“ traten gemeinsam auf.

Trompete trifft Zither: Mutige Mischung

"Bavaria Vista Club" beim Festival D'Amato

Wolfratshausen – Housmusi und Jugendstadtkapelle machten gemeinsame Sache: Beim Bavaria Vista Club beim Festival D'Amato traten sie gemeinsam auf.

Besser hätte die Stimmung nicht sein können. Wer an diesem grauen Sonntag erst gegen Abend das gemütliche, gut besuchte Zelt des „Festival D’Amato“ betrat, wurde durch die bayerisch rockenden „Zweckinger“ ohne Umschweife in Sing- und Klatschlaune gebracht. Kaum waren deren letzten Töne verklungen, kündigte nach ihrem begeisternden Auftritt im Rahmen dieser fast ganztägigen „Bavaria Vista Club“-Veranstaltung der großartig reimende und Gstanzl singende Moderator Max Hadersbeck die letzte Band des Tages an. Mit einer Moritat auf die 1116, also „vor genau 900 Jahren“, so Hadersbeck, fertig gebaute Wolfratshauser Burg und ihre Ritter übergab er nach fünf Musik-Formationen die Bühne der „Housemusi“ aus dem oberen Isartal und – eine Premiere – der Jugendstadtkapelle Wolfratshausen.

Die jungen Musiker waren nach einer zufälligen Begegnung ihres Dirigenten Christian Tomsu mit der „Housemusi“ von deren Idee sehr angetan, vier „Housemusi“-Lieder gemeinsam live zu spielen. Dafür hätte es keinen besseren Rahmen geben können als eine Veranstaltung des „Bavaria Vista Club“. Wie sich im Lauf des Abends herausstellte, war es ein großartiger Einfall.

Die jungen Trompeter, Querflötisten und Klarinettisten – im Übrigen überwiegend weiblich – begleiteten die „Housemusi“ unter anderem beim „Regi Räggi“. Die röhrende Zither von Toni Fischer, die virtuose Kontragitarre von Martin Regnat, das rhythmische Schlagwerk von Sepp Müller und das gelungene Spiel der Jugendstadtkapelle bildeten ein fulminantes Orchester, das das Publikum zu Beifallsstürmen hinriss und mit drei gemeinsamen Liedern die Veranstaltung ausklingen ließ. Nicht nur die Zuhörer, sondern auch Dirigent Christian Tomsu sowie die Veranstalter Michel Amato und Christoph Bühring-Uhle teilten die Begeisterung. Erst nach zwei weiteren Zugaben stieg der bestens gelaunte Dirigent von seinem improvisierten Pult – einem Stuhl – und mischte sich unter die Besucher, die keine Eile hatten, das Zelt zu verlassen.

Aus dem Stadtrat war bei diesem – wieder einmal – musikalisch abwechslungsreichen, außergewöhnlichen „Bavaria Vista Club“ leider niemand gesichtet worden. Diese Tatsache kommentierte Veranstalter Bühring-Uhle gemäß dem titelgebenden Lied der aktuellen „Housemusi“-CD mit einem gleichwohl lapidaren wie tiefgründigen: „Ja mei, so is‘ hoid“.

von Assunta Temmelleo

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