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Einem Hexenkessel glich die voll besetzte Wolfratshauser Sporthalle beim Bayernliga-Match der A-Jugend-Handballer gegen Erlangen. Die HSG Isar-Loisach um Simon Schindler (blaues Trikot) hatte mit 23:25 knapp das Nachsehen.

Überraschung knapp verpasst

Bayernliga: A-Junioren der HSG unterliegen Favorit Erlangen

„Schade, schade. Ich hätte es den Jungs so sehr gegönnt“, haderte Michael Newel, Vize-Vorsitzender der HSG Isar-Loisach, nach der unnötigen 23:25 (12:14)-Heimniederlage seiner A-Junioren gegen den Handballnachwuchs des Bundesligisten HC Erlangen.

Wolfratshausen – Es war für die Spielgemeinschaft aus Wolfratshausen und Geretsried die erste Niederlage im Jahr 2017 in der Bayernliga. Gestützt auf ihre hervorragende Abwehr wäre für die HSG ein Sieg gegen den Tabellenvierten durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Vor allem, wenn man an den großartigen Start der Gastgeber denkt: Nach knapp zehn Minuten führte die HSG bereits mit 6:2. Doch dann war plötzlich der Wurm drin. Während die Franken ihre Angriffe konzentriert zu Ende spielten, schloss die Spielgemeinschaft ihre Offensivaktionen oft überhastet ab. HSG-Trainerin Ulli Newel reagierte mit einer Auszeit, um den Gästen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Erlangens Trainer Mathias Bracher meinte während des Time outs despektierlich: „Wir müssen nur so weitermachen, denn der Einzige der bei denen wirft, ist Rotbäckchen.“

„Rotbäckchen“ hatte die richtige Antwort für den Gästetrainer

Womit er wohl Michael Meyer-Ricks meinte. Bis dato waren bei der HSG nämlich nur Sebastian Wolfgart mit fünf Siebenmeter-Toren und eben Meyer-Ricks mit zwei Treffern erfolgreich gewesen. Doch „Rotbäckchen“ hatte die richtige Antwort für den Gästetrainer: Er warf mit zwei Toren die HSG mit 8:7 in Front. In der 25. Minute drehten die Gäste erstmals den Spieß um (10:11). Beim Stand von 14:12 für Erlangen wurden die Seiten gewechselt. Die Ursache für den Rückstand nach der klaren 6:2-Führung analysierte die Trainerin treffend: „Wir haben einfach undiszipliniert abgeschlossen, das war die Krux.“

Newel ermahnte: „Spielt den Ball einfach“ und „mehr Bewegung“

Offenbar fand Ulrike Newel in der Halbzeitpause aber die richtigen Worte für ihr Team. Marcel Dinebier, der für den starken Jakob Kiebler in der zweiten Halbzeit zunächst im Kasten stand, hielt, was es zu halten gab. Im Angriff nutzte die HSG die eigenen Möglichkeiten konsequenter. Dem Keeper selbst war es vorbehalten, mit einem Wurf in den verwaisten Kasten der Erlanger für die 19:17-Führung zu sorgen. Doch lange hielt diese nicht. Nach dem 19:19-Ausgleich ermahnte Newel ihre Schützlinge: „Spielt den Ball einfach. Und wir brauchen mehr Bewegung.“ Aber erneut gingen die Gäste in Führung – und sie sollten diese auch bis zum Abpfiff nicht mehr abgeben. 30 Sekunden vor dem Ende brachte Meyer-Ricks die HSG zwar noch einmal auf 23:24 heran. Drei Sekunden vor der Sirene sorgte allerdings Erlangens Philipp Opitz für den Endstand.

Fans feierten trotzdem

Trotz der Niederlage feierten die heimischen Fans begeistert ihre Lieblinge. „Im Vergleich zum Hinspiel, das wir 27:35 verloren haben, war das schon eine tolle Steigerung“, meinte auch Michael Newel. Und der HSG-Vize freute sich besonders über die einmal mehr prall gefüllte Halle: „Dank der tollen Stimmung gleicht das hier wirklich einem Hexenkessel.“

HSG Isar-Loisach/A-Jugend

Kiebler, Dinebier (1) – Augustin (1), Seemann, (2), Meyer-Ricks (7), Merkens, Wastl F., Wastl J., Siebel F. (1), Wolfgart (6), Reimann (1), Eick, Newel (3), Schindler (1).

Von Jan Regent

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