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Couch statt Kicken: Thomas Edlböck (re.) wird dem BCF Wolfratshausen zumindest in der ersten Phase der Rückrunde fehlen. Der Defensivmann erhielt vom Arzt ein absolutes Sportverbot.

Ziel ist der Klassenerhalt

BCF beginnt Vorbereitung für Bayernliga-Rückrunde

Wolfratshausen - Zwölf Pflichtspiele verbleiben dem BCF Wolfratshausen, um den Status eines Bayernligisten auch im fünften Jahr in Folge zu wahren. Anfang der Woche begann für die Farcheter die sechswöchige Vorbereitung.

Es ist eine skurrile Situation. Ausgerechnet jetzt, da der Winter das Oberland fest im Griff hat, und Skifahrer endlich zu ihrem Recht kommen, beginnt für die höherklassigen Fußballer wieder der Ernst des Alltags. Aber es hilft nichts: Der Rahmenterminkalender orientiert sich nach wie vor an den klassischen Jahreszeiten und nicht an Tatsachen. So würde es nicht verwundern, wenn das erste Punktspiel des BCF beim TSV Bogen Anfang März abgesagt wird.

Schludern darf man deshalb nicht. Deswegen versuchen Reiner Leitl und seine Mitstreiter der kickenden Belegschaft ein „abwechslungsreiches Programm“ zu bieten. Gewiss, klassisches Ausdauertraining ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Präparierphasen, damit, so Leitl, „die Jungs auf Touren kommen“. Doch die Fitness der Farcheter war schon in der zurückliegenden Halbserie nicht das Problem. Vielmehr möchte der Übungsleiter an der Konzentration arbeiten. Genauer: In diesem Bereich offenbarte die Mannschaft die größten Defizite. So einige Zähler überließen die Wolfratshauser somit den Gegnern. Der zehnte Tabellenplatz und ein überschaubares Polster auf die komplett unwirtlichen Tabellenregionen sind die Folge besagter Nachlässigkeiten – und ein Grund, warum sich der herausragende Tabellenplatz des Vorjahres heuer mutmaßlich nicht wiederholen lässt.

„Prio-Ziel ist es, schnellstmöglich über die 40-Punkte-Marke zu kommen“, stellt Leitl klar. Hierfür ist ein Minimum von elf Punkten nötig. Um möglicher Eintönigkeit und Langeweile vorzubeugen, stellen Elemente wie Spinning und Schwimmen den Kontrast zu den 18 Übungseinheiten, plus dreitägigem Trainingslager im Isar-Loisach-Stadion. Für Markus Rappel zweifelsohne eine intensive Erfahrung. Leitl nimmt den langjährigen Kicker der BCF-Reserve wenigstens für die Vorbereitung in den Kader auf. Anlass war ein lockerer Talk während der Weihnachtsfeier.

Die Aufstockung lässt sich zudem mit der personellen Situation rechtfertigen. Einmal mehr muss Leitl massive Abstriche machen. Besonders schmerzhaft: Thomas Edlböck erhielt vom Kardiologen vorerst ein absolutes Sportverbot. Ebenfalls bis Saisonende ausfallen wird Paul Müller. Und damit steht auch der Pechvogel dieser Spielzeit fest: Kaum von der schweren Unterarmverletzung genesen, riss sich der Penzberger beim Badminton die Achillessehne. Basti Pummer unterzog sich einer Knorpel-Arthroskopie, Lamine Guèye weilt noch im Urlaub. Michael Marinkovic und Lech Kasperek steigen mit leichter Verzögerung ins Mannschaftstraining ein. In der Summe deutlich zu viel Ballast, um sorgenfrei auf die Rückrunde blicken zu können. Leitl verweist auf die Schwierigkeit, in der kurzen verbleibenden Zeit Neuzugänge zu integrieren.

Ein Neuer könnte dennoch alsbald in Farchet aufschlagen. „Es ist etwas in der Schwebe“, verrät der Trainer. Wie so vieles in dieser Saison bei den Wolfratshauser Bayernliga-Kickern.

von Oliver Rabuser

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