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Bergkameraden trauern „um einen sehr guten Freund“

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Die Wolfratshauser Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) trauert um ein sehr geschätztes Mitglied: Hans Huber ist am 17. November im Alter von 72 Jahren gestorben.

Wolfratshausen– Huber trat dem DAV Wolfratshausen am 1. Januar 1992, das heißt, vor 25 Jahren bei und hielt ihm bis zu seinem Tod die Treue. „Er war nicht nur passives Mitglied, sondern engagierte sich von Anfang an in vielen Bereichen der Sektionsarbeit“, berichten seine Kameraden Lenz Stock und Günther Zintl.

Hans Huber, langjährige Hüttenreferent der Wolfratshauser Sektion des Deutschen Alpenvereins, ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

Besonders die Wolfratshauser Hütte in Lermoos/Tirol lag Huber am Herzen – ein Grund, warum er 1995 das Amt des Hüttenreferenten übernahm. Eine der größten Herausforderungen während dieser ehrenamtlichen Tätigkeit war die Organisation des Hüttenabbruchs sowie die Sanierung der Wolfratshauser Hütte. „Bei diesem sehr zeitaufwendigen Vorhaben brachte er alle seine Fähigkeiten zum Wohle der Sektion ein“, bilanziert Zintl.

Zusammen mit den Projektleitern (Günther Zintl und Roland Dautenhahn) entstand die Hütte zwischen 2002 und 2005 neu. Das Motto von Huber lautete in diesem Zusammenhang: den alten Charme bewahren und trotzdem modern und in die Landschaft um den Grubigstein bei Lermoos passend bauen. Trotz eines Handicaps – Huber musste sich während der Bauzeit einer Hüftoperation unterziehen – ließ er es sich nicht nehmen, noch unmittelbar vor der Wiedereröffnung der Hütte persönlich die letzten Lampen zu montieren. „Sobald es ,SOS‘ hieß, war Hans sofort im Einsatz; ob bei der Elektrik, bei Wasser- und Stromleitung oder beim Wegebau“, betonen Stock und Zintl.

In den vergangenen 13 Jahren war Huber Mitglied der Senioren-Skigruppe des DAV Wolfratshausen. Darüber hinaus war er sieben Jahre „vorbildlicher Hilfsskilehrer“. 2011 schloss er die Ausbildung zum Wanderleiter ab. „Wir lernten Hans bei den vielen Wander- und Bergtouren als einen sehr bedachten, umsichtigen und korrekten Menschen kennen“, stellen Stock und Zintl fest. „Seine Touren waren alle bis ins kleinste Detail geplant, er ging sie zuvor kurzfristig ab. Nie gab es Unsicherheiten, trotz langer, schwerer Touren, die zum Teil mehrere Tage bis zu einer Woche dauerten.“ Die Teilnehmerzahl von oft mehr als 30 Wanderern „spricht für sich“, so seine ehemaligen Kameraden.

Die DAV-Sektion „hat einen sehr guten Freund und Kameraden verloren“, sagt Ehrenvorsitzender Zintl. „Hans hinterlässt eine riesige Lücke in unserem Verein.“ Nach einem Trauergottesdienst wurde Hans Huber auf dem Friedhof in Hohenschäftlarn zu Grabe getragen. Statt Blumen und Kränze hatte seine Familie um Spenden für die Bergwacht Wolfratshausen gebeten.

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