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Training für den Ernstfall: Gemeinsam mit dem Roten Kreuz führte die Bergwacht eine Übung durch.  

Übung unter erschwerten Bedingungen

Bergwacht und BRK retten abgestürzte Forstarbeiterin

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Was passiert, wenn eine Forstarbeiterin abstürzt? Bergwacht und BRK haben dieses Szenario geübt und sich auf den Ernstfall vorbereitet.

Wolfratshausen– Zu einer gemeinsamen Übung trafen sich Einsatzkräfte der Bergwacht Wolfratshausen und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in einem Waldstück in der Nähe des S 7-Bahngleises zwischen Icking und Wolfratshausen. „Wir stellten ein Unfallszenario dar, wie es jederzeit passieren kann“, berichtet Andreas Westermeier, Ausbildungsleiter bei der Bergwacht. „Eine Forstarbeiterin stürzte bei Baumpflegemaßnahmen ab und verletzte sich schwer.“

Gelände ist steil und rutschig

Schon der Einsatzort selbst verlangte den ehrenamtlichen Helfern einiges ab. „Das Gelände dort ist sehr steil und rutschig. Wir mussten aufgrund der schlechten Wegbeschaffenheit den größten Teil zu Fuß zurücklegen“, erläutert Westermeier. „Dass zum Zeitpunkt der Übung ein kräftiger Wind wehte, es stark regnete und dunkel war, machte das Ganze nicht leichter.“

Die Anfahrt und die Orientierung im Gelände erfolgte mit Hilfe von Karten und GPS. Ein Voraustrupp erreichte die Verunglückte als erstes und lotste die Kameraden, die das gesamte Rettungsmaterial mit sich führten, zum Einsatzort. „Die Schwerverletzte – wir setzten ein Schädelhirntrauma voraus – wurde nach der medizinischen Erstversorgung auf eine Gebirgstrage mit Luftrettungssack und Vakuummatratze umgelagert“, berichtet der Ausbildungsleiter.

Patientin muss liegend transportiert werden

Auch der Rückweg war mit Hindernissen gespickt: „Die Patientin musste bei gleichzeitiger medizinischer Überwachung liegend transportiert werden.“ Die Lösung: eine komplexe Seil- und Rettungstechnik.

Westermeier zeigt sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden: „Wir haben eine sehr aktive und engagierte Mannschaft. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen des BRK hat wunderbar geklappt.“ Der Ausbildungsleiter schließt nicht aus, dass es im kommenden Jahr weitere organisationsübergreifende Übungen geben wird, um das Zusammenspiel der Rettungskräfte für den Ernstfall zu trainieren.

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