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"Der Damm wird ausgespült", sagt Stadtrat Alfred Fraas. 

"Pumpleistung reicht nicht"

Bergwald: Alfred Fraas zweifelt an Sicherheit

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Wolfratshausen – Nach dem Regen in den vergangenen Tagen sammelt sich das Wasser im Rückhaltebecken am Bergwald. Stadtrat Alfred Fraas (CSU) befürchtet: Die Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht aus. 

Jeden Tag schauen die Bauhofmitarbeiter im Bergwald nach dem Rechten. Routinemäßig kontrollieren sie, ob das provisorische Rückhaltebecken seinen Dienst tut, ob die Pumpen das Wasser wie geplant in den Rauschergraben leiten. Wenn der Regen stärker wird, erhöhen Bauhof-Chef Mathias Schmidberger und sein Team die Präsenz. Sein Fazit nach den heftigen Regenfällen am Montag fällt positiv aus: „Drei Pumpen waren im Einsatz und haben das Wasser abgeleitet.“ Bei Bedarf hätte man sogar eine vierte Pumpe dazuschalten können. Das sei nach Schmidbergers Worten jedoch nicht nötig gewesen. „Wir haben aber immer ein Auge darauf“, verspricht der Bauhofchef angesichts der für die nächsten Tage angekündigten starken Regenfälle.

Auch Stadtrat Alfred Fraas hat sich die Situation im Bergwald angeschaut. Er kommt zu einem anderen Ergebnis. „Wir hatten wieder rund zehn Millimeter pro Stunde Niederschlag, später waren es noch sechs Millimeter pro Stunde“, schreibt er in einer E-Mail an Bürgermeister Klaus Heilinglechner, die auch unserer Zeitung vorliegt. Im Anhang dieser Mail befinden sich einige Fotos. Sie zeigen, wie das Rückhaltebecken scheinbar an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommt und das Wasser langsam aber sicher über dessen Rand tritt. Ein anderes Foto zeigt, wie sich das Wasser an dem Wall sammelt, der am Rande des Golfplatzes verläuft. Für CSU-Stadtrat Fraas ist das Beleg genug: „Die Pumpleistung reicht nicht aus, der Damm wird ausgespült.“

Das Becken am Rand des Golfplatzes ist randvoll.

Fraas will keine Panik schüren, konstatiert selbst, dass der Regen dieser Tage bei weitem nicht so stark und anhaltend war wie beim Hangrutsch vor wenigen Wochen. Besorgt ist er aber allemal, zumal die Erinnerungen an die Schlamm- und Geröllmassen, die sich den Weg hinab Richtung Altstadt bahnten, noch in frischer Erinnerung sind. „Ich möchte nochmals ausdrücklich auf die Gefahrensituation aufmerksam machen“, schließt er seine Mail und fragt den Rathauschef: „Was gedenken Sie zu tun?“ Eine Antwort auf seine Mail hat Fraas weder am Montag noch am Dienstag erhalten – zumindest nicht bis zum späten Nachmittag. Auch unsere Zeitung hat Heilinglechner um eine Stellungnahme gebeten – vergeblich.

Fraas hatte zusammen mit seinem Stadtratskollegen Dr. Hans Schmidt (Grüne) dafür plädiert, den Hang an der Bergwaldkante um 50 Meter zu verlängern und so dafür zu sorgen, dass das Wasser frei wegfließen kann – aber eben Richtung Westen, weg von der Stadt. Diese Maßnahme wäre innerhalb weniger Tage und für wenig Geld realisierbar, betonte Fraas am Dienstag erneut. Auch das Wasserwirtschaftsamt hat diese Lösung empfohlen. Diese Lösung wäre kostengünstig und genehmigungsfrei machbar. Voraussetzung: Es entsteht keine neue Wasserrinne.

Das provisorische Becken, dessen Ablauf auf zehn Liter pro Sekunde gedrosselt ist, hält Fraas für nicht leistungsfähig genug. Und bis aus der Übergangslösung die geplante 165 Kubikmeter fassende Dauereinrichtung wird, dürften noch einige Wochen vergehen. „Ich sehe nach wie vor die Gefahr, dass das Becken überläuft.“

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