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Anschauungsunterricht: Ausbilder Johann Lutter (li.) von MAN wirbt an der Wolfratshauser Realschule um Nachwuchskräfte. Foto: Sabine Hermsdorf-Hiss

Schüler freuen sich über Möglichkeiten

Berufsinfotag an der Realschule: Firmen werben um Nachwuchskräfte

35 Unternehmen und weiterführende Schulen aus der Region präsentierten sich am Mittwoch in der Isar-Loisach-Realschule. Die Resonanz auf den Berufsinformationstag war auf beiden Seiten positiv.

Wolfratshausen – „Man merkt schon, dass die Firmen in Zeiten des Fachkräfte- und Azubimangels mit mehr Nachdruck für sich werben als früher“, sagt Sebastian Bayer, Berufsberatungslehrer an der Schule. Er erinnert sich, dass vor acht Jahren „nur“ 23 Stände aufgebaut wurden. „Heuer hatten wir sogar 50 Nachfragen, aber zu wenig Platz, um alle unterzubringen.“ Auch die neue Schulleiterin Antonie Bálint-Meikis zeigt sich bei einem Rundgang beeindruckt über die Vielfalt der Angebote: „Die Unternehmen strengen sich richtig an und bringen auch jede Menge Anschauungsmaterial mit.“

Andreas Hörburger, Produktionsleiter des kleinen Geltinger Unternehmens Wiedenbauer, erklärt, warum diese Anstrengungen nötig sind. „Wir beschäftigen uns mit Anlagen- und Behälterbau. Da ist es hilfreich, wenn die Schüler unsere Produkte sehen und anfassen können“, sagt er. Der offene Marktplatz sei eine gute Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen. Würde der Zehn-Mitarbeiter-Betrieb darauf verzichten, wäre es schwierig, Auszubildende zu gewinnen.

„Es ist toll, dass uns so viele Möglichkeiten offenstehen“

Am gegenüberliegenden Stand des AWO-Demenzzentrums setzt man auf die Nennung von konkreten Zahlen. Knapp 1000 Euro kann ein Altenpfleger dort im ersten Ausbildungsjahr verdienen, das Einstiegsgehalt liegt bei 2700 Euro brutto. „Da sind die Zulagen und das 13. Monatsgehalt noch gar nicht mitgerechnet“, erklärt Einrichtungsleiter Dieter Käufer.

Jamal Morales, Schüler der 9. Klasse, interessiert sich mehr für eine Ausbildung bei der Polizei. „Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die Menschen hier sicher leben können“, sagt er. Seine Mitschülerin Nina Hertwig erklärt: „Ich weiß zwar noch nicht genau, was ich später beruflich machen will. Aber es ist toll, dass uns Realschülern so viele Möglichkeiten offenstehen und wir hier so umfassend informiert wurden.“
Peter Herrmann

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