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Trugen ihren Teil zum „Wolfratshauser Advent“ bei: die Dinghartinger Harfenspieler.

Wolfratshauser Advent

Besinnliche Sternstunde – von Kindern für Kinder

Wolfratshausen – Ein traditionelles vorweihnachtliches Konzert mit Krippenspiel erlebten die Besucher des „Wolfratshauser Advent“ am Sonntag in der Loisachhalle. Stadt, Gebirgsschützenkompanie und Musikschule hatten zu dem besinnlichen Nachmittag eingeladen. Statt eines Eintritts baten die Veranstalter um Spenden für die Benefizaktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks (BR).

Bereits vergangenes Wochenende hatten die Gebirgsschützen mit prominenter Unterstützung auf dem Christkindlmarkt Geld für die gute Sache gesammelt (wir berichteten). „Sternstunden“ unterstütze vor allem kranke, behinderte und notleidende Kinder, sagte eine BR-Mitarbeiterin. Im Foyer verkaufte sie mit ihren Kollegen Plätzchen, Schoko-Nikoläuse und Glühwein. Zuvor ließen sich die Besucher vom Krippenspiel verzaubern.

Markus Weindauer und Peter Plößl von den Gebirgsschützen lasen die einleitenden Texte – von der Verkündigung über die Herbergssuche bis zur Geburt Jesu. Der Kinderchor der Musikschule unter Leitung von Yoshihisa Kinoshita spielte die Szenen in liebevoll geschneiderten Kostümen. Größenteils sprachen die Mädchen und Buben Dialekt. Die Hirten trugen bayerische Namen wie „Hias“ und „Martl“. Alles wurde stimmungsvoll umrahmt von den Münsinger Turmbläsern, den Münsinger Sängerinnen, vom Dreigesang Eveline, Gerd und Gottfried, vom Dinghartinger Harfentrio und vom Schützenchor. Höhepunkt war der Auftritt der Lichtkönigin Lucia, dargestellt von Elin Keim. Mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf führte die junge Frau eine Schar kleiner Engel auf die Bühne und sang mit glockenheller Stimme Freudenlieder. Den Weihnachtsklassiker „Macht hoch die Tür“ sang am Ende der ganze Saal. Im ursprünglichen Sinn und frei von Kitsch haben die Organisatoren das musikalische Krippenspiel inszeniert. Für die Aufführung erhielten sie viel Applaus.

Mit dem „Wolfratshauser Advent“ knüpft die Gebirgsschützenkompanie an ihr Benefizkonzert von 1999 an, das einen Erlös von 10 000 Mark zugunsten der „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ erbrachte. Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller lobte, dass der 500 Jahre alte Wolfratshauser Traditionsverein auch in Zeiten des Friedens nicht aufhöre „zu beschützen und zu helfen“. So sei es in der Satzung der Gebirgsschützen verankert, und diese Aufgabe erfülle man sehr gerne, sagte Vorsitzender Ewald Brückl. Er freue sich über die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule. Es sei eine Veranstaltung „von Kindern für Kinder“ gewesen.

(Tanja Lühr)

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