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Opern auf Bairisch: Das Ensemble war im Rahmen des Theater-Abos in Wolfratshausen zu Gast.

Bilanzgespräch mit Marion Klement

Theater-Abo: Kommen immer nur die gleichen Künstler?

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Wolfratshausen – Kulturmanagerin Marion Klement blickt auf das Theater-Abo 2015/16 der Stadt zurück. Was war gut, was könnte besser sein? Ein Interview.

Mit der Komödie „Verzauberter April“ ging die Theatersaison der Stadt Wolfratshausen in die Sommerpause. Damit ist Zeit, ein Resümee zu ziehen. Was war gut im vorigen Theater-Abo, was könnte besser werden? Wie sieht das neue Programm aus? Darüber sprach unsere Mitarbeiterin Andrea Weber mit Kulturmanagerin Marion Klement.

Metropoltheater, Opern auf Bairisch, Chiemgauer Volkstheater – mal ganz ehrlich, Frau Klement, die standen schon öfters auf dem Programm. Warum halten Sie so daran fest?

Für mich war das Metropoltheater mit dem Stück „Schuld und Schein“ wieder das Highlight im jüngsten Abo. Es ist eindrucksvoll, wie dieses Ensemble mit minimalsten Mitteln komplexe Themen darstellt. Ich sage nur: fünf Schauspieler und ein Stuhl. Das Chiemgauer Volkstheater ist ein Garant für gute Laune und immer gut besucht, weil das Ensemble aus Funk und Fernsehen bekannt ist. Und die „Opern auf Bairisch“ hatten wir schon fürs nächste Theater-Abo engagiert, bevor der Kulturherbst in Geretsried sie mit aufgenommen hat. Das sehe ich aber nicht als Konkurrenz, denn unsere Aufführung findet erst im April 2017 statt.

Was ist Ihnen bei der Auswahl der Bühnenstücke wichtig?

Dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, und unser Abo alle Genres abdeckt – von der lustigen Komödie bis zum ernsthaften Stück, etwas Bayerisches und etwas Musikalisches. Und das Programm soll für alle Altersgruppen sein.

Apropos „junges Publikum“. Wie sieht es denn eigentlich mit der neuer Theatergeneration aus?

Marion Klement, Kulturmanagerin

Es stimmt schon, es sind immer die Gleichen, sprich, das eher ältere Publikum. Bei den jüngeren Leuten, glaube ich, herrscht die Meinung vor, dass Theater schwere Kost ist. Wir bemühen uns, Theater auch für Kinder und Jugendliche anzubieten. Zum Beispiel gab es heuer „Hänsel und Gretel“ in Mundart vom Freien Landestheater für Kinder, das war sehr gut besucht. 2013 hatten wir die Aufführung „Die weiße Rose“, ein geschichtliches Theaterstück für Schulen über den Widerstandskampf in der NS-Zeit. Obwohl wir die Schulen damals direkt eingeladen hatten, kam leider wenig Resonanz. Auch in der kommenden Saison steht mit dem Lessing-Klassiker „Nathan der Weise“ ein Stück für Schüler auf dem Programm. Die Jugendlichen müssen halt kommen, und das möglichst von sich aus.

Unterhaltung oder Zeitkritik: Was steht für Sie im Fokus?

Beides natürlich. Der Bezug zu aktuellen Themen ist mir schon sehr wichtig. Die Komödie „Mischpoke“ handelte von Religion und Akzeptanz. Und in „Haydi“ mit der Familie Flöz ging es um Flucht und Vertreibung.

Abschließend betrachtet: War heuer eher viel oder wenig Publikum zu Gast?

Meiner Meinung nach macht es nicht die Quantität aus, sondern die Qualität. Unser Publikum genießt die Veranstaltungen und ist immer hoch konzentriert. Da ist es mucksmäuschenstill, und das spüren auch die Bühnenkünstler.

Zum Schluss noch folgende Frage: Wie geht es mit der Bergwaldbühne weiter? Wann wird es dort oben wieder Kultur geben?

Ganz sicher nicht heuer und auch nicht nächstes Jahr. Wir hoffen auf 2018. Im Moment sind die Zuwege unbefahrbar. Das heißt, wir könnten die Sicherheitsvorschriften nicht erfüllen, zum Beispiel das Passieren von Krankenwagen im Ernstfall. Ich schaue jedenfalls immer mit einem wehmütigen Auge dort hinauf. Und, glauben Sie mir, wir lassen unser Bergwaldtheater nicht verkommen.

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