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Wollen die Kuh vom Eis holen: Josef Praller, Fraktionssprecher der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) und  Bürgermeister Klaus Heilinglechner (v. li.).

"Bloß kein Bürgerentscheid"

Hallenbad: Bürgervereinigung lenkt ein

Wolfratshausen - Die Bürgervereinigung will einen Bürgerentscheid vermeiden. Das sagte Bürgermeister Klaus Heilinglechner in einem Pressegespräch.

„Es war vorauszusehen, dass das Bürgerbegehren großen Zuspruch bekommt“, sagte Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Dass nun auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident die von Ingrid Schnaller, Stephanie Hanna-Necker und Fried-Thorsten Jantzen ins Leben gerufene Initiative unterstützt, sei „sein gutes Recht“.

Ohnehin legten Thomas Eichberger, Vorsitzender der Bürgervereinigung Wolfratshausen/BVW, und Fraktionssprecher Josef Praller Wert auf die Feststellung, dass sie nie gegen das interkommunale Bad gewesen seien. „Der Bruch kam mit der Beteiligung am Betriebskostendefizit des öffentlichen Bereichs des Bads“, ergänzte Heilinglechner. „Hier müssen wir eine bessere Lösung finden.“ Seiner Ansicht nach muss die Zweckvereinbarung über die momentan anvisierte Dauer von zehn Jahren hinausgehen und mit einer Ausstiegsklausel über einen Zeitraum von 25 Jahren versehen werden. „In zehn Jahren kann viel passieren und der Haushalt einer Kommune auch beanstandet werden. Was passiert dann?“, fragt sich der Bürgermeister.

Für Heilinglechner gilt es, einen Bürgerentscheid zu vermeiden: „Bloß nicht! Damit verlieren wir nur Zeit.“ Dass das Thema schon auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 18. Oktober auftaucht, sei aber nahezu ausgeschlossen. Selbst wenn das Bürgerbegehren schon an diesem Wochenende die Zielsetzung von rund 1300 Unterschriften erreicht hätte, würde kaum Zeit bleiben, alle Namen zu prüfen.

Zudem wartet Heilinglechner darauf, dass ihm der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller einen neuen Entwurf zur Zweckvereinbarung zukommen lässt. „Wenn wir mit dem Vertragsentwurf leben können, ist die Kuh vom Eis“, kündigte der Bürgermeister an. In der Novembersitzung des Stadtrats könnten die Karten neu gemischt werden.

ph

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