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Ortstermin in Waldram: Bürgermeister Klaus Heilinglechner (li.) und Lothar Ortolf, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, sind mit dem Neubau auf der sogenannten Coop-Wiese sehr zufrieden.

Ortstermin an der Schlesierstraße 

Blühwiesen für die grüne Lunge Waldrams

Das Neubauprojekt im Wolfratshausen Ortsteil Waldram ist fertig - nun präsentierten Bürgermeister und Bauherr das Umfeld. 

Wolfratshausen – Das Bauprojekt war lange umstritten. Kritiker der Neubauten auf der sogenannten Coop-Wiese an der Schlesierstraße kritisierten die Versiegelung der „grünen Lunge“ Waldrams. Die zwei Mehrfamilienhäuser auf dem Areal stehen nun schon seit einigen Monaten. Bei einem Ortstermin im größten Ortsteil der Loisachstadt präsentierten Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Lothar Ortolf, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (StäWo), eine E-Ladesäule und viel Grünfläche.

Ladesäule für E-Autos ist nur der Anfang

Die Ladesäule für E-Autos ist ein Beitrag der Bauherrn für eine zukunftsträchtige Mobilität – und soll nur den Anfang markieren. Wie Rathauschef Heilinglechner erklärte, könne man künftig auch über Car-Sharing-Modelle für die Bewohner der beiden Mehrfamilienhäuser nachdenken. Die Ladesäule steht unweit von einem weiteren nachhaltigen Projekt, das auf dem Areal umgesetzt wurde: Die StäWo legte auf dem Grundstück eine Blühwiese an. Auf der 300 Quadratmeter großen Fläche, die etwas abseits der beiden Wohnhäuser liegt, wachsen regionale, wilde Pflanzen, die als wichtiger Lebensraum für Insekten dienen sollen. Verwendet wurde eine Samenmischung, die zu gleichen Teilen aus heimischen Blumen und diversen Gräsern besteht. Auch zwischen den beiden Wohnhäusern blühen Blumen und eine zentrale Grünfläche, auf der sich Kinderspielgeräte befinden.

52 neue Wohnungen sind gebaut worden

52 Wohnungen hat die StäWo an der Schlesierstraße errichtet. Die Maßnahme ist eines von vier Projekten, die im Zuge einer Wohnbauoffensive des Stadtrats geplant wurden. Erklärtes Ziel war es, gerade für einkommensschwächere Wolfratshauser kostengünstigen Wohnraum anbieten zu können. Wie dringend diese einkommensorientiert geförderten Wohnungen benötigt sind, machte StäWo-Geschäftsführer Ortolf noch einmal vor Ort in Waldram deutlich: „Schon Monate vor der Fertigstellung war alles vermietet.“ Die Anfragen nach den modern geschnittenen Wohnungen inmitten eines ruhigen Wohngebietes überstiegen das Angebot laut StäWo-Geschäftsführer um ein Vielfaches. „Wir hätten doppelt so viel anbieten können und wären sie problemlos losgeworden. Der Bedarf nach günstigem Wohnraum ist noch immer riesig.“

Miete zwischen 5,50 und 11 Euro

Belegt wurden die Wohnungen, für die jeweils elf Euro pro Quadratmeter Miete verlangt werden, ausschließlich mit Beziehern von staatlicher Förderung. Gut die Hälfte, das heißt, 26 Wohnungen, wurden an Familien und Einzelpersonen vergeben, die die höchsten Förderungen erhalten. Sie bezahlen pro Quadratmeter 5,50 Euro – „das ist für den hiesigen Wohnungsmarkt sehr günstig“, betonte Ortolf. Zu jeweils gleichen Teilen wurden die weiteren Wohnungen an Bezieher der zweiten und dritten Förderungsstufe vergeben. dst

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