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Einige Verkehrsinseln sollen laut Grünen-Antrag als erste kleine Pilotflächen  mit naturnahem Grün bepflanzt werden.

Grünen-Anträge befürwortet

Blumen auf Verkehrsinseln und mehr Transparenz für den Klinikpark

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Zwei Anträge hatten die Wolfratshauser Grünen vor der jüngsten Bauausschusssitzung eingereicht. Behandelt wurden sie nicht -  aus einem einfachen Grund. 

Wolfratshausen – Bürgermeister Klaus Heilinglechner steht beiden Anliegen positiv gegenüber – und hat sie an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Landkreis-Projekt „Biologische Vielfalt in der Gemeinde“

Der Bürgermeister soll die Beteiligung der Stadt an dem Landkreis-Pilotprojekt „Biologische Vielfalt in der Gemeinde“ für dieses Jahr zusagen. Dieses ist Teil des „Bundesprogramms Biologische Vielfalt“, mit dem seit 2011 erste Maßnahmen finanziert werden. Die Pilotgemeinde Benediktbeuern übernimmt die Kosten für die Schulung des Bauhofpersonals für alle beteiligten Kommunen – Geretsried, Kloster und Gemeinde Benediktbeuern sowie Wolfratshausen. Durch die Teilnahme kann sich die Stadt laut Grünen-Sprecher Dr. Hans Schmidt einige Kosten sparen. Im Frühjahr soll die Bepflanzung der ausgewählten Flächen starten.

Pilotflächen mit naturnahem Grün

Dr. Hans Schmidt Stadtrat und Sprecher der Wolfratshauser Grünen.

Teil zwei dieses Antrags sieht vor, auf den kleinen Verkehrsinseln der Zufahrt der Äußeren Beuerberger Straße auf den Autobahnzubringer B11a und dem Spitz zwischen der Beuerberger Straße und der Badstraße erste kleine Pilotflächen mit naturnahem Grün zu bepflanzen. „Diese Flächen“, so Schmidt, „werden von Fachleuten als geeignet deklariert“. Die Besitzverhältnisse seien allerdings noch nicht geklärt. „Erfahrungen in vielen anderen Gemeinden haben gezeigt, dass Projekte zum naturnahen öffentlichen Grün am besten von der Bevölkerung angenommen werden, wenn man mit kleinen Flächen startet und die Öffentlichkeit gut über das Projekt informiert.“

Kosten dürften laut Schmidt überschaubar sein

Die Kosten für das Herrichten und die Erstbepflanzung dieser rund 500 m² großen Flächen dürften Schmidt zufolge überschaubar sein. Auch die Wartungskosten dürften nicht allzu hoch sein, da nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden muss. Heilinglechner zufolge hat die zuständige Mitarbeiterin des Staatlichen Bauamts bereits signalisiert, dass die Behörde der Bepflanzung an der Staatsstraße grundsätzlich positiv gegenüber stehe. Eine entsprechende Vereinbarung müsse noch getroffen werden.

Klinik-Park: Einsatz für Baumhasel 

Zum einen soll sich Bürgermeister Heilinglechner bei den „Kliniken des Bezirks Oberbayern“ (KBO) beziehungsweise deren Tochterunternehmen Lech-Mangfall-Kliniken für den Erhalt der parkprägenden Baumhasel einsetzen – als ein Ziel des Architektenwettbewerbs für den Neubau einer psychiatrischen Tagesklinik im Krankenhauspark. Zum anderen soll er dafür eintreten, dass der Bevölkerung, mindestens aber Vertretern der Bürgerinitiative zum Erhalt des Krankenhausparks, die Randbedingungen und Vorgaben für den Architektenwettbewerb vor der Ausschreibung zur Diskussion gestellt werden. Für den langfristigen Erfolg der Kreisklinik, so die Grünen in ihrer Begründung, „ist auch eine positive Beziehung der Bevölkerung zu ihrer Kreisklinik erforderlich“. Im Sinne der Transparenz und Bürgerbeteiligung sollten deshalb Landratsamt beziehungsweise KBO im Frühstadium die Bevölkerung über die Planung und die Randbedingungen informieren. Diesen Antrag hat Heilinglechner an das Landratsamt weitergeleitet – mit der Bitte um Stellungnahme und Einbeziehung der Öffentlichkeit.

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