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Der Block ist die Stärke von Fabian Liemer (Mi.): Der Wolfratshauser Volleyballer, der vor zwei Jahren berufsbedingt zum TSV Mühldorf gewechselt ist, darf mit seinem Klub in die 2. Bundesliga Süd nachrücken. 

Sport

Bock auf die 2. Volleyball-Bundesliga

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Der Wolfratshauser Fabian Liemer hat mit dem TSV Mühldorf den Aufstieg geschafft - wenn auch wegen der abgebrochenen Saison am grünen Tisch. 

Mühldorf/Wolfratshausen – Der Corona-bedingte Abbruch der Saison Mitte März hatte nicht wenige Volleyballteams ratlos zurückgelassen – zumal jene, die in die Auf- oder Abstiegsrelegation gekommen wären. Doch der Verband fasste zügig seine Beschlüsse und ließ beispielsweise die zweitplatzierten Frauen der VSG Isar-Loisach in die Bezirksklasse nachrücken, während die VSG-Herren als aussichtsloser Tabellenzweiter in der Bezirksliga bleiben müssen. Grünes Licht gab es auch für den TSV Mühldorf um den Wolfratshauser Fabian Liemer. „Wir dürfen in die 2. Bundesliga Süd nachrücken“, freut sich der Diagonalangreifer.

Noch drei Begegnungen hätten die Innstädter in der 3. Liga Südost absolvieren müssen, hatten in der Tabelle ein Spiel und zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter TSV Eibelstadt. Und die Mühldorfer hatten sich nach einem Durchhänger mit Niederlagen gegen Deggendorf (1:3) und Niederviehbach (2:3) wieder gefangen. „Wir haben mit 3:1 gegen Dachau und mit 3:2 gegen Friedberg gewonnen und hatten mit den Begegnungen gegen Zirndorf, Jena und München noch ein relativ leichtes Restprogramm“, berichtet Fabian Liemer.

Doch dann war von einem Tag auf den anderen Schluss mit Volleyball – Training und Spielbetrieb wurden eingestellt. „Es stand alles auf der Kippe, denn der Verein hatte bereits die Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt“, sagt der 28-Jährige. Umso glücklicher war man beim TSV über die Zusage des Verbands, „auch wenn wir natürlich gerne als Meister aufgestiegen wären“.

Für den 1,90 Meter großen Diagonalangreifer, der seit zwei Jahren in Mühldorf spielt, ist es der Höhepunkt seiner Karriere. „Die 2. Bundesliga ist nicht mehr vergleichbar mit den Klassen, in denen ich bisher gespielt habe. Da sind 15 ganz starke Vereine aus ganz Süddeutschland am Start“, betont Liemer. Der studierte Verfahrenstechniker in der Chemiebranche hatte auch ein paar Zweifel, ob er dem Niveau gewachsen sei. „Ich habe mit meinem Trainer Michael Mayer und einer ganzen Reihe von Teamkollegen gesprochen und nur positive Rückmeldungen bekommen“, freut sich der 28-Jährige. Zwar habe er in der abgelaufenen Spielzeit einige Male hinter dem Brasilianer Dennis Nelson zurückstehen müssen, bekam jedoch seine Einsatzzeiten: „Ich bin vielleicht nicht ganz so gut im Angriff, aber meine Stärken sind der Block und die Feldabwehr.“

In die kommende Saison will Liemer ohne Druck gehen: „Ich möchte mir die 2. Bundesliga anschauen.“ Dass sein Team nach dem zweiten Aufstieg in Folge auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse mithalten kann, davon ist der frühere VSG-Kapitän überzeugt: „Das ist außergewöhnlich, dass wir so viele Eigengewächse in der Mannschaft haben. Aber genau das macht auch unsere Stärke aus, nämlich dass wir uns so gut kennen und verstehen.“

Momentan liege der Trainingsbetrieb noch auf Eis, doch spätestens nach den Sommerferien will Ex-Profi Michael Mayer seine Schützlinge konkret auf das Abenteuer 2. Bundesliga vorbereiten, wo es unter anderem Duelle gegen den TSV Unterhaching II, den TSV Grafing und die Youngsters des TSV Friedrichshafen geben wird.

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