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Eine starke Truppe: Die BRK-Bereitschaft Wolfratshausen zählt derzeit 93 Mitglieder – Tendenz steigend. 

Tragende Säule der Gesellschaft

BRK-Bereitschaft Wolfratshausen feiert 120. Geburtstag

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Mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Andreas begannen die Feierlichkeiten zum 120-jährigen Bestehen der BRK-Bereitschaft Wolfratshausen.

Wolfratshausen – Pfarrer Gerhard Beham, der schon bei der 100-Jahr-Feier die Predigt für die ehrenamtlichen Helfer gehalten hatte, würdigte das Engagement der derzeit 93 Mitglieder der BRK-Bereitschaft. Danach zog die Festgemeinde in den Pfarrsaal, um nach einer bayerischen Brotzeit die Jahresversammlung mitzuverfolgen.

Bereitschaftsleiter Wolfgang Tutsch dankte zunächst Ines Boodevaar. Der von ihr geleitete Förderverein hat das BRK in den vergangenen 17 Jahren mit Sachspenden und Zuschüssen im Gesamtwert von rund 110 000 Euro unterstützt. Landrat Josef Niedermaier, zugleich Kreisvorsitzender des BRK, stellte aus seinen „Verfügungsmitteln“ 1200 Euro bereit.

Danach nannte Tutsch beeindruckende Zahlen. So leisteten die BRK-Helfer im vergangenen Jahr 8216 Stunden und rückten zu 60 Einsätzen aus. Dabei wurden 94 Patienten versorgt. Hinzu kommen 86 Sanitätsdienste mit insgesamt 531 versorgten Patienten. „Bei unseren Kameraden erzeugt das große Engagement positiven Stress“, ist sich der Bereitschaftsleiter sicher. Er blickte auch auf die Anfänge der Wolfratshauser BRK-Bereitschaft zurück. So waren Krankentransporte Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht organisiert. Patienten wurden auf einem Pferdefuhrwerk oder zweirädrigen Handkarren transportiert. Heute reicht das Aufgabenspektrum vom Katastrophenschutz über Sanitätsdienste auf Veranstaltungen bis hin zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Tutsch lobte in diesem Zusammenhang die reibungslose Zusammenarbeit mit anderen BRK-Bereitschaften sowie der Wasser- und der Bergwacht, den Feuerwehren, dem THW und der Polizei. Auf die Aus- und Fortbildung wird dementsprechend viel Wert gelegt. Als besonderer Höhepunkt bleibt Tutsch die große 24-Stunden-Übung am 15. und 16. September in Erinnerung. Dabei wurden unter anderem ein S-Bahn-Unfall, eine Grillexplosion in Geretsried und ein Amoklauf in Lenggries nachgestellt.

Die Personalsituation der BRK-Bereitschaften bezeichnete Tutsch als zufriedenstellend. Eine charmante Untertreibung, stiegen doch die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren um 60 Prozent an. Unterstützung erfährt der BRK-Bereitschaftsleiter künftig durch Florian Hauke, der in der Jahresversammlung zu seinem Stellvertreter gewählt wurde. Kreisbereichsleiter Jörg Kastner und Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller zeigten sich in ihren Grußworten beeindruckt vom Engagement der Wolfratshauser Helfer. „Sie sind die tragenden Säulen der Gesellschaft und vermitteln Sicherheit“, lobte Schnaller.

ph

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