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Mit Gottes Beistand für den Ernstfall: Der neue Geräteanhänger der BRK-Bereitschaft, den der Förderverein gesponsert hat, wurde von Pfarrer Florian Gruber (re.) und Diakon Christian Horak gesegnet.

„Das Mädchen für alles im Landkreis“

Das Mädchen für alles? BRK-Bereitschaft zieht Bilanz

Wolfratshausen – Die Aufgaben der Wolfratshauser BRK-Bereitschaft sind vielfältig. „Wir sind das Mädchen für alles im Landkreis“, sagt Bereitschaftsleiter Wolfgang Tutsch.

Das Engagement der Kameraden ist beachtlich: Über 8500 ehrenamtliche Arbeitsstunden leisteten die 81 Helfer im abgelaufenen Kalenderjahr. Der Zweite Bürgermeister der Stadt, Fritz Schnaller, sprach den Sanitätern in deren Jahresversammlung seinen Respekt aus. Ohne die freiwillige Arbeit der Ehrenamtlichen „wäre unsere Gesellschaft nicht die, die sie jetzt ist“. Da die Bereitschaft ihren unzähligen Aufgaben stets verlässlich nachkomme, „halten viele diese Arbeit für selbstverständlich“, sagte Schnaller. Das sei sie aber keinesfalls. „Egal was passiert, egal wer Hilfe braucht, das BRK ist immer zur Stelle.“

Das war im vergangenen Jahr häufiger von Nöten als zuvor – und vor allem spektakulärer. Bereichsleiter Tutsch erinnerte an einen Brand in Königsdorf, bei dem seine Ehrenamtlichen die örtlichen Feuerwehren unterstützten. Der Sturm Niklas wütete durch den Landkreis, und eine Zimmerei im Gewerbegebiet Königsdorf-Wiesen war in Flammen aufgegangen. Das Feuer erfasste auch eine benachbarte Schneune. „Immerhin wurde niemand verletzt“, berichtete Tutsch. Als wäre dieser Einsatz nicht belastend genug gewesen, folgte kurz darauf der nächste Alarm: Brand in einem Lebensmittelladen. „Glücklicherweise war das ein Fehlalarm“, so Tutsch.

Dass nicht alle Einsätze immer so glimpflich ausgehen, wurde den Wolfratshausern vor wenigen Wochen schmerzlich vor Augen geführt. Beim Zugunglück in Bad Aibling am Faschingsdienstag musste eine Gruppe aus Wolfratshausen ausrücken – und unter anderem einen tödlich verunglückten Kameraden aus Sauerlach aus einem Zugwrack bergen. „Das waren Bilder, die sich eingebrannt haben. Solche Situationen berühren einen sehr tief.“

Der Rettungsdienst ist nicht die einzige Aufgabe für die Ehrenamtlichen. Vor allem ein Bereich kostete im vergangenen Jahr viel Kraft: „Wir waren intensiv in die Flüchtlingsarbeit involviert“, sagte der Bereichsleiter. Vom Bettenaufbau bis zur medizinischen Erstversorgung halfen die Wolfratshauser, wo sie gebraucht wurden.

Um für die kommenden Aufgaben ausreichend gerüstet zu sein, wurde der Bereitschaft ein neuer Geräteanhänger gestellt. Gestiftet wurde dieser vom Förderverein des Wolfratshauser BRK. Rund 30 000 Euro ließ sich der Verein den Anhänger kosten. Außerdem wurden einige neue Funkmeldeempfänger angeschafft.

dst

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