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Auf dem Weg zur Abstimmung: In Wolfratshausen laufen die Vorbereitungen für ein Bürgerbegehren pro Beteiligung am interkommunalen Hallenbad. Dafür gibt es aber Hürden.

Erst mal sind 1258 Unterschriften notwendig

Bürgerbegehren fürs Hallenbad wird zur Geduldsprobe

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Geretsried/Wolfratshausen – Bekommt das interkommunale Hallenbad eine zweite Chance? Einige Geretsrieder Stadträte könnten sich vorstellen, ein mögliches Bürgerbegehren in Wolfratshausen abzuwarten.

Der Wolfratshauser Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstag wie berichtet entschieden, sich nicht am interkommunalen Hallenbad in Geretsried zu beteiligen. Doch davon lassen sich die Befürworter des Projekts nicht entmutigen. Sie wollen ein Bürgerbegehren starten und bitten die Geretsrieder Räte um sechs Monate Geduld. Ob sich das Gremium darauf einlässt, ist unklar. Eine Entscheidung darüber soll in der nächsten Sitzung am Dienstag, 27. September, fallen.

„Ich finde gut, dass sich Leute in Wolfratshausen so stark für das Bürgergehren engagieren“, sagt Volker Reeh, Fraktionsvorsitzender der Geretsrieder CSU. Gleichwohl hält er nichts von weiteren Verzögerungen. Geretsried müsse nun die Planung eines kleineren Alternativ-Bads schnellstmöglich vorantreiben, fordert er. Und dann gebe es kein Zurück mehr. Die Stadt habe schließlich schon gut eine Million Euro für die Planungen „verbraten“ und will nicht noch mehr Geld unnötig ausgeben. Einen Seitenhieb auf den Nachbarn kann sich Reeh nicht verkneifen: „Die Wolfratshauser haben jetzt ein Problem. Sie müssen schauen, wo sie die notwendigen Wasserflächen jetzt herkriegen, denn auch in Wolfratshausen gibt es Kinder, die schwimmen lernen wollen. Mal schauen, wie sie dieses Problem lösen.“

Robert Lug, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, könnte ich dagegen vorstellen, auf den Ausgang des Bürgerbegehren zu warten. „Für das interkommunale Bad gibt es ein fertigen Plan. Das wäre die beste und billigste Lösung. Beim kleinen Bad müssten wir dagegen wieder von vorne anfangen.“ Der Fraktionssprecher sagt daher: „Ich drücke die Daumen, dass das Wolfratshauser Bürgerbegehren gut ausgeht.“

Weniger optimistisch ist Volker Witte, Fraktionschef der Geretsrieder Grünen: „Das Wolfratshauser Bürgerbegehren ist sehr gut gemeint, aber es wird nicht klappen.“ Witte sieht die Stadt Geretsried unter Zeitdruck. Das alte Hallenbad an der Jahnstraße sei marode. Es bestehe die Gefahr, dass es irgendwann geschlossen werden muss: „Und dann würden wir ganz ohne dastehen.“ Aus seinen Worten ist auch Frust herauszuhören. Die Stadt Geretsried habe so viel in das interkommunale Hallenbad investiert. Dass sich die Wolfratshauser Räte nun dagegen ausgesprochen haben, hält er für „nicht nachvollziehbar“.

Während sein grüner Stadtratskollege Tempo machen will, findet Wolfgang Werner (SPD): „Ein halbes Jahr Verzögerung wäre kein Beinbruch.“ Seiner Einschätzung nach werde in diesem Zeitraum in Sachen Schwimmbad-Planung ohnehin nicht viel passieren. Schließlich stünden nun viele schwierige Entscheidungen an. Werner findet: „So lange es noch irgendeinen Strohhalm gibt, müssen wir uns daran klammern. In der Kommunalpolitik ist keine Entscheidung in Stein gemeißelt.“

Damit es überhaupt zum Bürgerbegehren kommt, sind einige Hürden zu überwinden. Vor allem müssen von neun Prozent der aktuell wahlberechtigten Einwohner Wolfratshausens Unterschriften vorliegen: das sind 1258.

pr

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