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Die Alternative für Deutschland wird bei der Stadtratswahl in Wolfratshausen antreten.

Wahlvorschlag im Rathaus eingereicht

Bürgermeister bestätigt: AfD will in den Wolfratshauser Stadtrat

  • Carl-Christian Eick
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    Volker Ufertinger
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Die Alternative für Deutschland (AfD) tritt bei der Stadtratswahl in Wolfratshausen an. Das hat Bürgermeister Klaus Heilinglechner am Sonntag auf Nachfrage bestätigt.

Update 28.. Januar: 

Seit bekannt geworden ist, dass die Alternative für Deutschland (AfD) kurz vor Ablauf der Frist einen Wahlvorschlag für den Wolfratshauser Stadtrat eingereicht hat, fragt man sich in der Flößerstadt, wer wohl auf dieser Liste steht. Bei den anderen Parteien weiß man es, die Presse war zu den jeweiligen Aufstellungsversammlungen eingeladen, die Namen sind schon seit geraumer Weile öffentlich. 

Nicht so bei der AfD. Der Kreisverband der als rechtspopulistisch geltenden Partei tagte hinter verschlossenen Türen. Die Namen der Bewerber wurden auch auf keiner Homepage veröffentlicht. Einer der wenigen, der die Namen der Kandidaten kennt, ist Martin Millian, Wahlleiter im Wolfratshauser Rathaus. Ihm ist jedoch untersagt, die Namen herauszugeben. „Das sind vertrauliche Dokumente“, sagt er. Zunächst muss der Wahlausschuss am 4. Februar über die Zulässigkeit des Wahlvorschlags entscheiden. Sofern keine Beschwerden erhoben werden, werden die Namen sämtlicher Listen und Kandidaten frühestens ab dem 5. Februar bekannt gegeben, und zwar durch Aushang vor dem Rathaus. Spätester Termin dafür ist der 18. Februar. 

Es müssen keineswegs alteingesessene Wolfratshauser sein, die auf der AfD-Liste stehen. Laut Millian können die Bewerber aus ganz Europa stammen, wenn sie in den vergangenen drei Monaten einen Wohnsitz in Wolfratshausen gemeldet haben – wobei es nicht einmal der Hauptwohnsitz sein muss. Darüber hinaus muss, wer in den Stadtrat will, über 18 Jahre alt sein. Ein Ausschlusskriterium besteht darin, dass gegen den Bewerber nicht wegen einer vorsätzlichen Straftat ermittelt wird.

vu

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Erstmeldung vom 26. Januar:

Wolfratshausen – Das Vorhaben wurde hinter stets verschlossenen Türen vorbereitet. Nun steht fest: Die Alternative für Deutschland, kurz AfD, will in den Wolfratshauser Stadtrat einziehen. Ihren Wahlvorschlag reichte die umstrittene Partei kurz vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist am Donnerstagabend im Rathaus ein. Der Vorschlag ist laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) bereits geprüft worden. „Stand jetzt ist die AfD zur Wahl des Stadtrats zugelassen“, sagte der Rathauschef am Sonntag auf Nachfrage unserer Zeitung. Unterstützerunterschriften muss sie laut Bürgermeister nicht vorlegen, da die AfD im Bayerischen Landtag vertreten ist.

Welche Kandidaten-Namen stehen auf der Liste?

Welche Namen auf der Kandidatenliste der AfD stehen, „dazu möchte ich derzeit nichts sagen“. Einen Bürgermeisteraspiranten stellt die als rechtspopulistisch geltende Alternative für Deutschland nicht. Die Frist, einen Spitzenkandidaten für die Wahl am 15. März zu benennen, habe die AfD verstreichen lassen.

Kampfansage an das „braune Gesocks“

Beim Neujahrsempfang der FDP Wolfratshausen-Geretsried in den Geretsrieder Ratsstuben machte die Nachricht aus der Flößerstadt schnell die Runde. Der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Demokraten, Dr. Patrick Lechner, formulierte vor rund zwei Dutzend Parteifreunden aus dem Stand eine Kampfansage an das „braune Gesocks“. Die Liberalen, die in der Loisachstadt mit dem Motto „Machen statt meckern“ antreten, würden im Falle des Falles mit allen Fraktionen im Wolfratshauser Stadtrat zusammenarbeiten: „Aber definitiv nicht mit der AfD, nicht mit Nazis“, sagte Lechner wörtlich. Die FDP habe mit Ressentiments und Rassismus nichts am Hut, stellte er im Beisein von Dr. Lukas Köhler, Bundestagsabgeordneter sowie Generalsekretär der bayerischen FDP fest. Die AfD müsse „bekämpft“ werden, so Lechner unter dem Beifall der Anwesenden.

Die Alternative für Deutschland selbst äußerte sich zu ihrem Wahlvorschlag bis dato nicht. cce

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