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Stillstand: Auf der Großbaustelle am Untermarkt bewegt sich seit einem Jahr nichts mehr. 

Ruine des Isar-Kaufhauses

Bürgermeister macht Hoffnung auf Lösung des Problems

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Mit einer vagen Andeutung hat Bürgermeister Klaus Heilinglechner Hoffnungen in Sachen Isar-Kaufhaus geweckt. „Es schaut gut aus“, sagte er in der Stadtratssitzung.

Wolfratshausen – „Leuchtturmprojekt“ und „Schlüsselimmobilie“: Das Vorhaben der Untermarkt 7-11 GmbH, das ehemalige Isar-Kaufhaus-Gebäude in der Altstadt abzureißen und an der Stelle ein neues Geschäfts- und Wohnhaus zu errichten, stieß bei Bürgermeistern, Kommunalpolitikern, Bürgern und ortsansässigen Gewerbetreibenden auf viel Zuspruch. Doch seit einem Jahr ruht die Großbaustelle, „rien ne va plus“, nichts geht mehr.

Zwar kündigt der Geschäftsführer der in Grünwald beheimateten Projektgesellschaft, Dr. Harald Mosler, gebetsmühlenartig an, dass es „im nächsten Monat“, „bald“ beziehungsweise „in Kürze“ weitergehen werde, doch bislang folgten auf die Worte keine Taten. Noch immer hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof nicht über die Klagen einiger Nachbarn entschieden, bis dato öffnet ein anderer Nachbar seine Haustür für einen Statiker nicht. Dieser Ortstermin, so Projektleiter Frank Maiberger, sei mit Blick auf den Abbruch der Kaufhaus-Ruine unverzichtbar – das Betongerippe und die Immobilie des besagten Nachbarn verbinde eine gemeinsame Mauer.

Lesen Sie auch: Es zeichnet sich konkret etwas ab

Vor wenigen Tagen hat der Bauausschuss des Stadtrats der Grünwalder GmbH die Errichtung von zwei zusätzlichen Pkw-Parkplätzen im hinteren Bereich des Grundstücks genehmigt. Welchem Zweck die Stellflächen dienen, die offenbar exklusiv den direkten (klagenden?) Nachbarn zur Verfügung stehen sollen, wurde in der Ausschusssitzung nicht bekannt.

„Was hat das mit den zwei Parkplätzen genau auf sich?“, hakte Manfred Menke (SPD) in der jüngsten Stadtratssitzung in der Loisachhalle nach. Er fühle sich grundsätzlich schlecht informiert. „Hängt das alles am Gericht?“, wollte Menke mit Blick auf die Fortführung der Arbeiten wissen. Und wie könne es überhaupt sein, dass „ein Rechtsanwalt ein Verfahren startet“, das solche fatale Folgen („die Ruine schadet den Geschäftsleuten in unserer Stadt“) habe? Menke bat Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) um Aufklärung – doch dieser äußerte sich nur vage.

„Es schaut sehr gut aus“, berichtete der Rathauschef, der nach eigenen Worten an Gesprächen zwischen den Parteien teilnahm, in puncto Abbrucharbeiten. Er könne aber „keinen Termin nennen“, um keine vorschnellen Erwartungen zu wecken. Nach kurzem Zögern ergänzte Heilinglechner: „Ich werde im Anschluss im nicht-öffentlichen Sitzungsteil dazu noch etwas sagen.“

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