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Ein Selfie mit dem Bürgermeisterkandidaten: CSU-Ortsvorsitzende Susanne Thomas und Günther Eibl.

Geheime Wahl mit eindeutigem Ergebnis

Bürgermeisterkandidat: Die Wolfratshauser CSU hat sich entschieden

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Die Würfel sind gefallen: Die Wolfratshauser CSU hat am Mittwochabend ihren Bürgermeisterkandidaten gewählt. Für viele ist das Ergebnis keine Überraschung.

++ Update, 26. März: Günther Eibl steht in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Klaus Heilinglechner. Das Ergebnis gibt‘s am Sonntag in unserem Live-Ticker +++

Wolfratshausen Lange hat er sich geziert, die K-Frage konsequent nur mit einem Lächeln beantwortet. Seit Mittwochabend aber ist es offiziell: Günther Eibl, Fraktionschef der CSU im Wolfratshauser Stadtrat, will bei der Bürgermeisterwahl am 15. März 2020 Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) das Amt streitig machen.

Die Würfel fielen in einer Ortshauptversammlung der Christsozialen im Wirtshaus Flößerei: 22 Stimmberechtigte votierten in einer geheimen Wahl für den 54-Jährigen als Spitzenkandidaten. Nur ein Mitglied war mit dem Vorschlag des Ortsvorstands um Vorsitzende Susanne Thomas nicht einverstanden. Einen zweiten Bewerber gab es nicht. Eibl, Geschäftsführer eines Elektrobetriebs, hat seit 1990 ein Parteibuch, ist seit 2002 Mitglied des Stadtrates, seit 2014 steht er an der Spitze der CSU-Fraktion.

„Wolfratshausen – eine Stadt mit Perspektive“: Das ist das Motto des 54-Jährigen. Er will unter anderem die digitale Infrastruktur in der Flößerstadt verbessern, um zukunftsorientierte Unternehmen anzulocken. Darüber hinaus werde er sich für eine Reduzierung der Verkehrsbelastung und für die Weiterentwicklung hin zu einer fahrradfreundlichen Kommune stark machen. Eibl kündigte eine Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit mit allen umliegenden Städten und Gemeinden an. Vor allem aber werde er den Bürgern „zuhören“ und ihre Lösungsvorschläge „anhören“. Er versprach seinen Parteifreunden am Mittwochabend, in den kommenden zwölf Monaten seine „ganze Kraft und Energie in die Kandidatur zu legen“.

Für Eibl hatte zuvor Paul Brauner, langjähriger Stadt- und Kreisrat der CSU, kräftig die Werbetrommel gerührt. Er freue sich, dass der 54-Jährige bereit sei, „die ganz große Verantwortung“ für die Stadt Wolfratshausen zu übernehmen. Die Loisachstadt „braucht einen Mann, der sich nicht nur bemüht, sondern vorausschaut und zielstrebig arbeitet“, stellte Brauner fest. Es gehe bei der Bürgermeisterwahl in einem Jahr nicht um gute oder schlechte Bewerber: „Es geht um gut oder besser.“ Eibl sei „der richtige Kandidat“, ein Mann, der auch „bei sich verändernden Gegebenheiten das Steuer fest in der Hand hält“. Brauners Fazit: „Er kann’s.“  cce

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