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Der Vorstand der Bürgervereinigung: (v. li.): 2. stellvertretender Vorsitzender Peter Ley, Schriftführer Max Prestel, Vorsitzender Thomas Eichberger, 1. stellvertretender Vorsitzender Helmut Forster, Beisitzer Engelbert Stapf sowie (vorne v. li.) die Beisitzer Edith Reinhardt und Walter Niebler.

Besseres Miteinander schaffen

Bürgervereinigung prangert Machtspiele im Stadtrat an

Wolfratshausen – Die Mitglieder der Bürgervereinigung haben in der Jahresversammlung den Vorstand im Amt bestätigt – und Machtspiele im Stadtrat angeprangert. Ihr Ziel: ein besseres Miteinander schaffen.

Thomas Eichberger bleibt Vorsitzender der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW). 30 von 31 anwesenden Mitgliedern sprachen ihm am Donnerstagabend im Zuge der Vorstandswahlen in der Gaststätte Flößerei bei einer Stimmenthaltung ihr Vertrauen aus. Nachdem Wirtschaftsreferent Helmut Forster sowie BVW-Stadtrat Peter Ley ebenfalls in geheimer Wahl zu seinem ersten und zweiten Stellvertreter bestimmt wurden, fand die Wahl der übrigen Ämter per Akklamation statt. Der neue Schriftführer Max Prestel, Kassier Christian Steeb sowie die drei Beisitzer Edith Reinhardt, Walter Niebler und Engelbert Stapf komplettieren das Vorstandsteam.

Vor der zügig durchgeführten Wahl erinnerten sowohl Vorsitzender Thomas Eichberger als auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie Wirtschaftsreferent Helmut Forster und BVW-Fraktionssprecher Josef Praller an die anstehenden Herausforderungen der Stadt. Ob Wohnungsnot, Integration von Asylbewerbern, Parkkonzept, der Bau einer Umgehungsstraße oder die Verhandlungen über die Beteiligung am interkommunalen Hallenbad: Heilinglechner erkannte viele Baustellen und bedauerte im gleichen Atemzug die großen politischen Differenzen im Stadtrat. „Da geht’s oft nicht mehr um die Sache an sich. Dabei muss für alle das Ziel sein, die Stadt voranzubringen“, bedauerte der Rathauschef.

In diesem Zusammenhang kritisierte er auch, dass die Stadtverwaltung oft „mit sinnlosen Ausarbeitungen zugeschüttet“ werde und deshalb in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sei. Ziel müsse es deshalb sein, das angespannte Klima im Stadtrat so zu verbessern, dass „wir gemeinsam mehr schaffen“. Zudem gab Heilinglechner zu, dass er den „Traum einer Umgehungsstraße“ noch nicht aufgegeben habe.

Eichberger prangerte ebenfalls die „Machtspiele“ im Stadtrat an und nutzte ebenso wie Forster die Gelegenheit, sich zum Bau des interkommunalen Hallenbads zu äußern. „Wir hatten vor einigen Jahren einen einstimmigen Beschluss im Stadtrat, uns nicht am Betriebskostendefizit zu beteiligen“, so Forster. Ohnehin hätte ihm die damalige Geretsrieder Bürgermeisterin Cornelia Irmer zugesichert, dass es kein Betriebskostendefizit geben werde.

Man darf also gespannt sein, welchen Beschluss der Wolfratshauser Stadtrat im September fassen wird. Eines wurde bei der Jahresversammlung aber schon deutlich: Die ultimativen Appelle der Geretsrieder Stadträte an die Nachbarstadt, das Hallenbad-Projekt nicht weiter zu verzögern (wir berichteten), kamen bei den meisten Mitgliedern der Bürgervereinigung nicht besonders gut an. Weiteres Öl ins Feuer der Debatte wollte an diesem Abend aber kein Wolfratshauser gießen.

von Peter Herrmann

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