Jahresversammlung

Bürgervereinigung zufrieden: „Wir nehmen Fahrt auf“

Bei der Jahresversammlung der Bürgervereinigung hatte Vorsitzender Thomas Eichberger viel Grund zur Freude. Er zog eine durchweg positive Bilanz.

Wolfratshausen – Thomas Eichberger blickte stolz in die Gesichter der rund 30 Anwesenden. Die Jahresversammlung der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) am Donnerstag im Wirthaus Flößerei nutzte der Vorsitzende für einen Rückblick auf die Arbeit der Gruppierung. Sein Fazit: „Wir haben kräftig angepackt und damit Ergebnisse und Erfolge erzielt.“

Eichberger zählte einige Stadtratsbeschlüsse auf, die auf Initiative der BVW-Fraktion zurückzuführen seien: Die jungen Wolfratshauser möchte die BVW mit einem Jugendforum in die Stadtentwicklung einbinden, bei der Planung eines Soccer-Five-Platzesan der Waldramer Freisportanlage habe man die Jugend bereits ins Boot geholt. Wolfratshauser aller Altersklassen sollen ihren Spaß mit dem „Eismärchen“ haben, einer künstlichen Eisfläche, die in den Wintermonaten an der alten Floßlände errichtet wird. Das Konzept stammt aus der Feder von BVW-Vorstandsmitglied Engelbert Stapf. Eine solche Eisfläche hatten zwar bereits andere Parteien angedacht, räumte Eichberger ein, „aber wir haben es umgesetzt“.

Vier-Punkte-Plan zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum

Einige große Zukunftsthemen habe die BVW ebenfalls angepackt. So habe man zusammen mit SPD und Grünen einen Vier-Punkte-Plan zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum vorgelegt. Preisgünstige Wohnungen sollen an der Schlesierstraße in Waldram – auf der Coop-Wiese – an der Auenstraße, an der Sauerlacher Straße (Areal altes Krankenhaus) sowie auf dem Grundstück des Klein-Anwesens an der Bahnhofstraße entstehen.

Auf das Engagement des Wirtschaftsreferenten und Ex-Bürgermeisters Helmut Forster führte Eichberger zwei Erfolge zurück: Die Rettung des Edeka-Marktes in Waldram und den Abriss und Neubau des alten Isar-Kaufhauses. Nicht zu vergessen: In puncto Parkplatznot einigte sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auf ein Konzept, das die Bürgervereinigung bereits im Januar vorstellte. 150 Stellflächen sollen auf sechs Halbgeschossen am Hatzplatz entstehen.

Heilinglechner fordert parteiübergreifende Zusammenarbeit

Bürgermeister Klaus Heilinglechner wollte das Lob des Vorsitzenden nicht alleine für seine Fraktion einstreichen: „Wir brauchen eine parteiübergreifende Zusammenarbeit, um weiter zu kommen.“ Parkplätze, Wohnraum, Freizeitangebote: „Ohne die anderen Fraktionen und deren Kompromissfähigkeit wären wir nicht so weit gekommen“, konstatierte der Rathauschef. „Eine Fraktion alleine bedeutet nichts.“ Dem schlossen sich Fraktionssprecher Josef Praller und Stadträtin Dr. Ulrike Krischke an: „Die Zusammenarbeit ist zentral und wichtig für Wolfratshausen.“

In die Zukunft blickten die 30 Anwesenden optimistisch. „Wir nehmen Fahrt auf“, sagte Eichberger mit Blick auf die Kommunalwahl 2020. Dass Bürgermeister Heilinglechner bereits zur Hälfte seiner Amtsperiode im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt hatte, erneut für den Posten des Rathauschefs kandidieren zu wollen, lobte der BVW-Chef: „Das ist eine klare Ansage. Das finde ich gut.“ Trotz mancher Probleme in der Vergangenheit sei die Wolfratshauser Stadtpolitik inzwischen nämlich „auf Kurs“.

Dominik Stallein

Rubriklistenbild: © Hans Lippert

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