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So stellt sich der Burgverein den Erlebnispfad vor: Der bestehende Walderlebnispfad (blau) und die bestehenden Wege (schwarz) müssten für den Rundkurs um ein kleines Stück (rot) erweitert werden. Die Spaziergänger sollen an mehreren markanten Punkten vorbeikommen und sich informieren. Am Durchgang zum ersten Wall (1) soll es um die Ungarneinfälle gehen, am Äußeren Tor (2) um die Hauptburg. Weiter geht es über den Gedenkstein mit Aussicht und Bank (3) und die Station Weidachmühle (4) zur kleinen Brücke über die Wasserführung (5). Über die kleine Holzbrücke über den ersten Graben (6) erreichen die Besucher eine 20 Meter lange Palisade auf dem Wall (7).

Erlebnispfad: Stadträte haben noch Fragen

Burgverein muss nachlegen

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Wolfratshausen - Das Konzept des Burgvereins für einen Burg-Erlebnispfad im Wolfrsatshauser Bergwald kommt bei den Stadträten grundsätzlich gut an. Es gibt aber noch jede Menge Klärungsbedarf.

 „Wir finden es gut wegen seiner Bedeutung für die touristische Entwicklung Wolfratshausens, aber auch weil es der Bildung der Bevölkerung dienen sowie eine sinnvolle und attraktive Ergänzung zum Naturlehrpfad im Bergwald darstellen wird“, sagte Dr. Ulrike Krischke stellvertretend für fast alle Kollegen aus dem Gremium. Sie trug am Dienstagabend im Stadtrat einen Sammelantrag aller Fraktionen vor, von dem sie sich weitere Details erhoffen. Ähnlich wie beim Badehaus-Verein gebe es noch einige rechtliche und finanzielle Fragen zu klären. Vorher könne man keine Zusage zu einer Fördersumme treffen.

Die Stadträte interessiert unter anderem, inwieweit das im Außenbereich geplante Vorhaben baurechtlich möglich ist. Der Verein muss zudem eine detailliertere Kosten- und Finanzaufstellung sowie seinen Wirtschafts- und Finanzplan vorlegen und schlüssig darlegen, inwieweit Eigenmittel beziehungsweise Eigenleistung eingebracht werden. Des weiteren muss die Gesamtfinanzierung gesichert sein, und es soll geklärt werden, ob weitere Fördermittel oder Spenden zu erwarten sind und wenn ja, in welcher Höhe. Mit den Grundstückseigentümern sollen Vorverträge geschlossen und geklärt werden, ob Bereitschaft besteht, das Grundstück statt für zwölf für mindestens 20 Jahre an den Verein abzutreten. Der Verein muss auch erläutern, wie und wie lange der Verein die Unterhaltsleistungen übernimmt und in welchen Abständen die Anlage überprüft wird. Die Untere Naturschutzbehörde muss das Vorhaben prüfen, eine Zusage der Denkmalschutzbehörde muss eingeholt werden. Zum Thema Tourismusförderung erhofft man sich noch konkretere Aussagen.

Wie berichtet hatte der Burgverein im Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales sein Konzept für den Erlebnispfad vorgestellt. Bei Kosten von rund 300 000 Euro erhofft man sich eine Kofinanzierung durch die Stadt über 150 000 Euro. Das restliche Geld soll vom Leader-Förderprogramm sowie dem Bayerischen Landsamt für Denkmalpflege kommen.

Bei zwei Gegenstimmen segnete der Stadtrat den Beschlussvorschlag ab. Nur Gerlinde Berchtold und Roswitha Beyer (beide SPD) hoben dagegen ihre Hand. „Mir ist das zu teuer“, sagte Beyer. Die Stadt solle sich lieber darauf konzentrieren, die Marke internationale Flößerstadt zu stärken. Der Burgverein leiste gute Arbeit. „Aber ich will den Mitgliedern keine falschen Hoffnungen machen.“

Der Burgverein hat bis zur September-Sitzung Zeit, den Zehn-Punkte-Katalog abzuarbeiten. Dann wäre eine Einigung auf eine Fördersumme denkbar – und notwendig, weil dann die Antragsfrist für die Leader-Förderung endet.

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