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Willkommen im „WORld-Café“: Mit diesem Logo lädt das Jugendhaus alle Interessierten zum Austausch ein.

Mehr Platz zum Kennenlernen

World-Cafè für Einheimische und Asylbewerber öffnet

Wolfratshausen – In gemütlicher Atmosphäre, bei einer Tasse Kaffee oder Tee – so sollen sich die Besucher des „WORld-Café“ im Jugendhaus La Vida künftig kennenlernen und austauschen.

Die Veranstaltungsreihe soll das bisherige Angebot der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer ergänzen. Das Bürgercafé am Obermarkt platzt inzwischen nämlich aus allen Nähten. „Es kommen so viele Besucher, dass sich einige gar nicht mehr setzen können, weil kein Platz frei ist“, berichtet Ines Lobenstein. Die Koordinatorin des Helferkreises Asyl wollte dieses Angebot deshalb schon seit geraumer Zeit ergänzen. Einige Wochen lang suchte die Caritas-Mitarbeiterin nach einem passenden Ort für ein erweitertes Gesprächsangebot. Nun ist sie fündig geworden: Im Jugendhaus La Vida treffen sich Interessierte an jedem zweiten Samstag zwischen 16 und 18 Uhr im „WORld-Café“.

„Das soll ein Angebot für alle Wolfratshauser werden“, betont Lobenstein. Menschen jeder Altersklasse und Herkunft können kommen und die hier lebenden Asylbewerbern kennenlernen und sich mit ihnen austauschen. Im Gebäude am Josef-Bromberger-Weg sei genügend Platz für ein großes Aufeinandertreffen. Vor allem für solche Besucher, „die sich das Angebot erst einmal aus einer gewissen Distanz ansehen wollen“, sagt Lobenstein. Das war im beengten Bürger-Cafe am Obermarkt zuletzt nicht mehr möglich. „Vielleicht hat das manche Interessierte auch abgehalten zu kommen.“

Für das La Vida ist ein solches Angebot Neuland, wie die stellvertretende Leiterin Verena Kümmel berichtet. „Bislang sind zwar regelmäßig etwa zehn junge Asylbewerber bei uns zu Gast“, eigene Angebote für die Geflohenen habe man zusammen mit dem Helferkreis bislang jedoch noch nicht auf die Beine gestellt. „Deshalb sind wir froh, auf den Erfahrungsschatz der Ehrenamtlichen zurückgreifen zu können“, sagt Kümmel.

Obwohl das „WORld-Café“ im Jugendhaus ausgerichtet wird, soll das Angebot keineswegs nur Jugendliche ansprechen. „Es kann jeder kommen, ganz egal in welchem Alter“, sagt die Jugendhausmitarbeiterin. Lobenstein ergänzt jedoch: „Vielleicht kommen dadurch aber auch einige jüngere Besucher oder junge Asylbewerber zu diesen Treffen.“

Was den Ablauf der Veranstaltungen betrifft, haben beide, Kümmel und Lobenstein, keine festen Vorstellungen. Die Besucher können eigene Musik und Kuchen mitbringen und das gemütliche Beisammensein der verschiedenen Kulturen genießen.

Erstes „WORld-Café

Das erste der zweiwöchigen Treffen findet am Samstag, 2. April, statt. Beginn ist jeweils um 16 Uhr.

dst

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