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Die Wolfratshauser Polizei kam schnell auf des Rätsels Lösung.

Auto eines Ottobrunners springt nicht mehr an

Chaos auf Wolfratshauser Kreuzung: Der Grund ist kurios

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Nichts ging mehr, der Skoda eines Ottobrunners (66) machte angeblich keinen Mucks mehr. Eine Streife stieß vor Ort schnell auf den kuriosen Grund.

Wolfratshausen– Ein kleines Verkehrschaos hat am Donnerstag gegen Abend ein Autofahrer aus Ottobrunn ausgelöst. Der 66-Jährige stand mit seinem Fahrzeug mitten auf der sogenannten Tapsi-Kreuzung, nachdem der Motor des Skoda ausgegangen war. Wie sich später herausstellte, war dem Senior nicht bekannt, dass der Pkw, den sich der Ottobrunner geliehen hatte, über ein Start-Stopp-System verfügt.

Um 17.30 Uhr ging nichts mehr

Nichts ging mehr gegen 17.30 Uhr, mitten im einsetzenden Berufsverkehr auf der viel befahrenen Kreuzung Pfaffenrieder Straße/Königsdorfer Straße. Der 66-Jährige war überzeugt davon, dass der Skoda Scala defekt sein müsse. Nachdem auch alle Versuche von anderen Verkehrsteilnehmern, dem Wagen wieder auf die Sprünge zu helfen, misslungen waren, wurde die Polizei informiert. Eine Streife überprüfte den Skoda und stellte fest, dass sich das Auto in einem technisch tadellosen Zustand befand. Bei der Befragung des Ottobrunners bestätigte sich der Verdacht der Beamten: Der 66-Jährige fährt in der Regel einen älteren Audi Q3 mit Automatikgetriebe. Den hatte er am Donnerstag bei einem Audi-Händler im Gewerbegebiet zur Inspektion abgegeben – der Händler überließ ihm den Skoda als Leihwagen. Dieser allerdings verfügt über eine Handschaltung plus Start-Stopp-System. Das heißt, der Motor schaltet sich bei einem Ampelstopp automatisch ab, um Kraftstoff zu sparen. „Der 66-Jährige war schlicht mit der Handschaltung und der Start-Stopp-Automatik des Leihwagens überfordert“, bilanziert Hauptkommissar Steffen Frühauf.

Die Polizei, Dein Freund und Helfer

Die Polizei, Dein Freund und Helfer: Einer der Streifenbeamten schwang sich kurzerhand hinters Steuer des Skoda, platzierte den Ottobrunner auf dem Beifahrersitz und kutschierte ihn zum Audi-Händler am Hans-Urmiller-Ring. Frühauf: „Dort wurde der 66-Jährige mit einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe ausgestattet, sodass einer gefahrlosen Heimfahrt ohne technische Tücken nichts mehr im Wege stand.“  cce

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Kommentare

StefanAntwort
(1)(0)

Nein, es ist das 2. Modell aktuell, die Anpassung davor war nur ein Facelift.
Audi Q3 1.0
Audi Q3 1.1
Audi Q3 2.0

MuenchnerkindlAntwort
(0)(0)

Es gab auch davor schon ein Modell, das 2019er ist das dritte Modell. Dennoch gibt es keinen "älteren" Q3 im Sinne einer Generation vor der Start-Stop-Technologie.

Einmal nachgedacht
(0)(0)

Bleibt nur noch die Frage zu klären wieso eine Gruppe von mündigen Bürgern (mit jeweils mindestens einer Fahrerlaubnis der Klasse B) nicht in der Lage ist, dass Fahrzeug wieder fahrbereit zu bekommen? Wenn der Motor aus geht, ist die erste Idee die Zündung aus- und wieder einzuschalten und dann den Motor neu zu starten. Spätestens bei diesem Versuch hätte man diese hinterlistige Start/Stopp-Funktion überlistet!

Wie sagte einst schon Gustl Bayrhammer? Es muas a Blede gem neda, aber es wern owoi mehra. :)