Drei Frauen in Schutzanzügen.
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Gut geschützt: Am Marienplatz in der Wolfratshauser Altstadt ist eine zweite Corona-Teststation in Betrieb gegangen. Das Foto zeigt (v. li.) Ingrid Schnaller, Miriam Mauritz sowie Miriam Altinisik.

Federführung liegt bei der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen

Corona-Tests: Bürgermeister verrät Standort der dritten Teststation

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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In Wolfratshausen ist am Samstag eine zweite Corona-Teststation in Betrieb gegangen. Für eine dritte, so Bürgermeister Heilinglechner, steht die Infrastruktur bereits.

Wolfratshausen – Quasi über Nacht ist in der Altstadt eine zweite Corona-Teststation installiert worden. „Schnelligkeit ist nur eine unserer Stärken“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Ines Lobenstein mit einem Augenzwinkern. Seit Samstag bietet Miriam Altinisik, Inhaberin des Kosmetikstudios Jungbrunnen, in einem gesonderten Bereich ihres Geschäfts am Marienplatz (Rathaus) kostenlose Tests an. Die Nachfrage ist bereits groß, stellt Lobenstein fest, die wie berichtet Ende Dezember mit ihrem Ehemann Peter die erste Teststation am Schwankl-Eck initiiert hatte. 60 Tests führten Altinisik und ihre Helfer allein am Samstag im Jungbrunnen durch.

„Es ist eine Gemeinschaftsaktion“, betont die Kosmetikerin, die vor einigen Jahren beim Roten Kreuz eine Ausbildung zur Sanitäterin absolviert hat. Das heißt: Auch die zweite Teststation in der Flößerstadt wird getragen von einem Bündnis Ehrenamtlicher, dazu zählen die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen, der Kulturverein Isar-Loisach, die Bergwacht Wolfratshausen, die Feuerwehr Weidach sowie zahlreiche Freiwillige. 3300 Abstriche führte das Team seit 22. Dezember am Schwankl-Eck durch, mittlerweile war die Kapazitätsgrenze erreicht.

Fachlich betreut wird die Station am Marienplatz wie schon die erste vom Wolfratshauser HNO-Arzt Dr. Jens Klein. Vor dem Startschuss sei die Genehmigung des Landratsamts, konkret des Gesundheitsamts in Bad Tölz eingeholt worden, erläutert Lobenstein. Die Kreisbehörde versorgte die Ehrenamtlichen vor dem Wochenende mit Schnelltests sowie Schutzanzügen. „Und wie bisher unterstützt uns auch die Stadt kräftig“, so Lobenstein.

Dritte Teststation bereits vorbereitet

Personell sei die Initiative gut aufgestellt. Es sei in kurzer Zeit gelungen, „nochmals aufzustocken“, berichtet Lobenstein. Wer nutzt das kostenlose Angebot? Seien es bislang primär Bürger gewesen, die sich testen ließen, um ihre Angehörige in Alten- oder Pflegeheimen besuchen zu können, steige inzwischen die Zahl derer, die aus anderen Anlässen einen Covid-19-Test benötigen, weiß die Caritas-Mitarbeiterin. Da seien zum einen die, die aus geschäftlichen Gründen ins benachbarte Österreich reisen müssten – aber auch viele Männer und Frauen, die nach einem negativen Testergebnis in der Loisachstadt einkaufen möchten.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner zollt den Ehrenamtlichen seinen größten Respekt – und kündigt im Gespräch mit unserer Zeitung am Montagnachmittag an: Die Vorbereitungen für eine dritte Teststation seien in vollem Gange. Zunächst sei angedacht gewesen, dazu das Untergeschoss des alten Pumpenhäuschens am westlichen Loisachufer (Rathausseite) zu nutzen. Der Verein Bürger für Bürger ist dort untergebracht – und habe der Stadt seine Hilfe angeboten. Doch nach reiflicher Überlegung sei die Wahl auf den Platz vor der Loisachhalle gefallen. Federführend betreiben sollen die Corona-Testation die Wasserretter der DLRG. Details – wann es losgeht oder Öffnungszeiten – standen am Montag noch nicht fest.

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„Ich will heute noch keine großen Prognosen abgeben“, so Rathauschef Heilinglechner. Er hat in den vergangenen Monaten gelernt, dass immer mit mindestens einem Auge nach München beziehungsweise nach Berlin geschielt werden muss. Man wisse ja nicht, ob das Einkaufen beim stationären Handel nach Vorlage eines negativen Covid-19-Tests weiterhin erlaubt bleibt – oder es im Zuge neuer Beratungen verboten wird. Noch immer wird über die geplante bundeseinheitliche Corona-Notbremse kontrovers gestritten.

Holzhütte vor Loisachhalle platziert

So oder so: In der Flößerstadt ist man laut Bürgermeister gerüstet. Die Mitarbeiter der Stadtwerke haben am Montag eine der neuen Holzhütten vor der Loisachhalle platziert, die ansonsten beim Wolfratshauser Christkindlmarkt zum Einsatz kommt. „Die neuen Hütten sind etwas größer als die alten“, erläutert Heilinglechner. Zudem versorge die Kommune die DLRG so schnell als möglich mit technischer Infrastruktur, dazu gehört die Möglichkeit, digital Daten übermitteln zu können. (cce)

Die Öffnungszeiten: Die Teststation im Kosmetikstudio Jungbrunnen (Marienplatz/Rathaus) ist Montag bis Freitag von 11.30 bis 14 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Voranmeldung ist wie bei der Corona-Teststation am Schwankl-Eck nicht erforderlich.

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