+
Und die Musi spielt dazu: Begleitet von den Schuler-Musikanten Anderl und Wasti aus Baierbrunn wurde der Weidacher Maibaum am Samstag eingeholt.

36 Meter

Da ist das Ding: Burschenverein Weidach stellt nach fünf Jahren wieder einen Maibaum auf

Eins ist für die Weidacher Burschen klar: „Da Baam bleibt do“. Sie haben ihren 36 Meter langen Maibaum eingeholt. Bis zum Aufstellen wird kräftig gefeiert.

Weidach – Halb zog er ihn, halb schob er ihn: Um den 36 Meter langen Weidacher Maibaum durch die engen Straßen des Orts zu bugsieren, brauchte Traktorfahrer Sepp Holzer eine besondere Technik. Bei der spitzen Kehre Weidacher Hauptstraße/Leitenweg drehte er sein Fahrzeug einfach um 180 Grad und schob den Stamm vor sich her. So gelangte das Prachtexemplar einer Fichte unversehrt an sein Ziel: die Wachhütte an der Franz-Geiger-Straße mit eigens gezimmertem Unterstand. Und damit von vorneherein keiner auf die Idee kommt, den Baum zu klauen, steht an der Hüttentür in Großbuchstaben „Da Baam bleibt do“.

Nach fünf Jahren Pause stellt der Burschenverein Weidach heuer wieder einen Maibaum auf. Am Samstag holten die Buam und Madln ihn aus einem Wald in Straßlach mit dem Bulldog nach Hause. Eigentlich hätte er am Nantweiner Friedhof gesegnet werden sollen, um die Vereinsmitglieder in den kommenden knapp zwei Monaten vor Verletzungen und Unfällen zu schützen. Doch leider sei der Pfarrer kurzfristig erkrankt, erklärt Oberbursch Michael Baindl. Er führte Regie beim Schlagen des Baums in einer der Raunächte zwischen Weihnachten und Silvester, er dirigierte das Einholen und er koordiniert das Tanztraining, das schon seit Januar läuft. 16 Paare haben sich gefunden, um unter anderem den aufwendigen Bändertanz einzustudieren. „Den tanzen kaum Burschenvereine in der Umgebung“, sagt Baindl.

Aufgestellt wird der Baum vor dem Wirtshaus Grüner Baum traditionell mit Scherstangen. Bis dahin bieten die Burschen genug Gelegenheit, sich schon mal warm zu feiern. Gleich am Samstag veranstalteten sie eine Après-Ski-Party in der Hütte. Es sollen eine Schlager-Wach’, eine Nantwein-Wach’, eine Fußballer-Wach’, eine 90er-Party und andere Motto-Abende folgen. Warum es sich lohnt, mit den Weidachern zu feiern? „Mia ham immer a Fetz’n- Gaudi“, sagt Sandra Pickl (22), die schon 2013 mit von der Partie war. Baindl ergänzt: „Zur Maifeier kommt dann Jung und Alt. Das lässt die Dorfgemeinschaft noch enger ‘zamrücken“.

Tanja Lühr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit Fantasie zum Erfolg: Geretsrieder Floristin wird Dritte bei Deutscher Meisterschaft
„Be real“ war das Thema der Deutschen Meisterschaft der Floristen. Franziska Strobl aus Geretsried ist dem Motto und sich selbst treu geblieben – und hat es so auf Platz …
Mit Fantasie zum Erfolg: Geretsrieder Floristin wird Dritte bei Deutscher Meisterschaft
Für die Ickinger Brandopfer kommen 2330 Euro zusammen
Willi Sommerwerk, Myriam Kalipke und Assunta Tammeleo sammeln unbürokratisch Geld für die Opfer der Ickinger Feuerkatastrophe.
Für die Ickinger Brandopfer kommen 2330 Euro zusammen
Spaß in Tölz, Frust in Anaheim: NHL-Profi Korbinian Holzer (30) im Interview
Seit acht Jahren spielt der ehemalige Tölzer Korbinian Holzer in Nordamerika Eishockey. In Anaheim  musste sich der Crack mit Geretsrieder Wurzeln zuletzt mit 16 …
Spaß in Tölz, Frust in Anaheim: NHL-Profi Korbinian Holzer (30) im Interview
Geretsrieder Eisstadion wird umgebaut: Ein Rundgang auf der Baustelle
Der Kabinentrakt des Heinz-Schneider-Eisstadions in Geretsried wird derzeit umgebaut, danach erhält die Sportstätte erhält ein neues Dach. Wir haben uns auf der …
Geretsrieder Eisstadion wird umgebaut: Ein Rundgang auf der Baustelle

Kommentare