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Familie und Freunde von Christoph Pein freuen sich über den neuen Bus.

"Wir haben geweint vor Rührung"

Dank Spenden: Christoph bekommt neuen Behinderten-Bus

Wolfratshausen – Ein behinderter Wolfratshauser kann wieder am Leben teilnehmen: Dank großzügiger Spenden kann Christophs Familie einen neuen Spezial-Bus anschaffen.

Sein ganzes Leben lang konnte Christoph Pein trotz seiner Behinderung am Gesellschaftsleben teilnehmen. Der Wolfratshauser ist spastisch gelähmt, blind und geistig behindert. Seine Familie unternahm viele Ausflüge mit dem 27-Jährigen. Gerne besuchten sie Verwandte, gingen in den Zoo oder fuhren zu Basketballspielen des FC Bayern München in Audi-Dome. „Er hat die Stimmung in der Halle förmlich aufgesaugt“, sagt Christophs Mutter Gabriele Pein. Obwohl Christoph an den Rollstuhl gefesselt ist, war sein Leben durch die Ausflüge stets abwechslungsreich.

Dann jedoch der Schock: Der VW-Bus, der mit einer besonderen Rollstuhlhalterung für Christoph versehen war, ging irreparabel kaputt. Aus eigener Kraft war es der Familie nicht möglich, ein solches Fahrzeug zu beschaffen. Rund 26 000 Euro kostet die Anschaffung und der rollstuhlgerechte Umbau des Wagens. Für Christoph brach ein wichtiger Teil seines Lebens weg. Lediglich im Auto seiner Schwester konnte die Familie ihn gelegentlich auf Ausflüge mitnehmen. „Aber er braucht seinen Rollstuhl für die Fahrt. Er wurde oft aggressiv und autoaggressiv im Auto, weil er den Boden unter den Füßen verloren hatte.“ Für seine Mitfahrer ein erhebliches Risiko. „Er hat nach allem gegriffen, was er bekommen konnte.“

Die Familie Pein startete einen Spendenaufruf, um ihrem Sohn wieder eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Nachdem zwei Stiftungen ihre Unterstützung zugesagt hatten und die Familie einen Eigenanteil aufbringen konnte, fehlten noch etwa 15 000 Euro (wir berichteten). Jetzt kann die Familie Vollzug melden. „Wir konnten einen neuen Wagen bestellen“, jubelt Mutter Gabriele. Nur ein kleiner Restbetrag fehlt noch zur kompletten Finanzierung.

Seit Beginn des Aufrufs sind über 110 Spenden in Höhe von fünf bis 1500 Euro auf Christophs Spendenkonto eingegangen. „Wir haben geweint vor Rührung“, sagt Pein, die allen Spendern „ein riesiges, herzliches Dankeschön“ aussprechen möchte. Ihrem Sohn geht es gut, seit er von dem neuen Pkw erfahren hat. „Ich kann ihm jetzt sagen, dass das Warten bald ein Ende hat“, freut sich Mutter Gabriele. In einigen Wochen soll das neue Auto da sein, dann muss der Wagen noch für den Rollstuhlfahrer umgebaut werden. „Und dann können wir wieder regelmäßige Ausflüge mit Christoph unternehmen“, sagt Vater Norbert mit großer Vorfreude.

von Dominik Stallein

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