Abstand halten heißt es noch aufgrund der Corona-Pandemie. Ansonsten arbeiten Bürgermeister Klaus Heilinglechner und die neue Geschäftsleiterin im Rathaus, Kerstin Vogler, quasi Hand in Hand.
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Abstand halten heißt es noch aufgrund der Corona-Pandemie. Ansonsten arbeiten Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner und die neue Geschäftsleiterin im Rathaus, Kirsten Vogler, quasi Hand in Hand.

Bürgermeister stellt seine neue rechte Hand vor

Darum braucht die Geschäftsleiterin im Wolfratshauser Rathaus ein Mountainbike

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Das Wolfratshauser Rathaus hat eine neue Geschäftsleiterin. Bürgermeister Klaus Heilinglechner stellte die 55-Jährige jetzt offiziell vor.

Wolfratshausen – Lockdown, Kontaktbeschränkungen und die Ausgangssperre machten es Kirsten Vogler schwer, sich einen ersten Eindruck von der hohen Lebensqualität in ihrer neuen Heimat zu verschaffen. Im Rathaus ist sie dagegen schon so gut wie zuhause: Die 55-Jährige hat am 1. April ihren Job als neue Geschäftsleiterin angetreten. In einem Pressegespräch stellte Bürgermeister Klaus Heilinglechner seine rechte Hand am Mittwoch vor.

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25 Jahre war Vogler bei der Stadt Lingen in Niedersachsen beschäftigt, zuletzt unter anderem als Demografiebeauftragte und Projektmanagerin im Büro von Oberbürgermeister Dieter Krone. Die Mutter von drei erwachsenen Söhnen trägt in Wolfratshausen die Verantwortung für das Referat 1, den „Querschnittsbereich“ der inneren Verwaltung, erklärte Vogler. Sie muss für den „reibungslosen Ablauf“ des Verwaltungsbetriebs sorgen, zudem obliegt ihr unter anderem die Betreuung des Stadtrats, der sogenannte Sitzungsdienst. Darüber hinaus ist sie Leiterin der EDV-Abteilung, hat die diversen Städtepartnerschaften im Blick, koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit der Kommune und ist Herrin über das Beschaffungswesen. „Vom Bleistift bis zum Dienstwagen“, sagte Vogler mit einem Augenzwinkern.

Geschäftsleiterin ist zugleich Projektmanagerin

Nicht zu vergessen: Sie ist Projektmanagerin im Rathaus, „Frau Vogler koordiniert abteilungsübergreifende Prozesse“, erklärte ihr Dienstherr. Als Beispiel nannte Heilinglechner die Sanierung- und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg. Regelmäßig soll die Geschäftsleiterin künftig den Stadtrat über den Stand der Dinge bei diesem und anderen Vorhaben (Stichwort: Aufwertung der Altstadt) informieren.

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„Mit Sicherheit“, so Vogler angesichts ihrer bisherigen Tätigkeit in der gut 55 000 Einwohner zählenden Stadt Lingen, werde sie auch eigene Vorschläge machen. „Wolfratshausen kann von möglichen Synergieeffekten nur profitieren“, merkte der Bürgermeister an, „ich bin für jede Anregung dankbar.“

Mutmaßlich muss ein Mountainbike her

Sie wolle die Schönheit des Emslandes nicht schmälern, „aber Wolfratshausen ist sehr schön“, hat Vogler in den vergangenen 28 Tagen festgestellt. Noch wohnt sie alleine in der Flößerstadt, doch ihr Ehemann, der ebenfalls im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, ihre Söhne und der Familienhund „werden sehr bald nachziehen“. Oberbayern und Wolfratshausen sind für die 55-Jährige, die Betriebswirtschaft studiert hat, nicht „Terra incognita“, kein unbekanntes Land. Als begeisterte Wanderin und Skifahrerin „kenne ich die Region – und in Wolfratshausen waren wir auch schon einmal“. Sobald es ihr Aktenstudium zulässt („das hat im Moment absoluten Vorrang“) will Vogler die Gegend mit dem Fahrrad erkunden. Mutmaßlich wird sie sich zuvor ein neues zulegen müssen. „Ich habe ein Hollandrad“, verriet sie unserer Zeitung. Damit kann man sich im flachen Emsland – die steilste Anhöhe, sieht man vom 72 Meter hohen Nattenberg ab, liegt 35 Meter über dem Meeresspiegel – wunderbar von A nach B bewegen. „Aber hier werde ich wohl ein Mountainbike brauchen.“ (cce)

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