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„Night of Light“ heißt die Initiative, die auf die Not von Kulturschaffenden und -veranstaltern hinweisen soll. 

Die Stadt Bad Tölz und andere machen mit

Darum werden am Montagabend Kulturstätten rot beleuchtet

  • Volker Ufertinger
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Mit der Aktion „Night of Light“ macht die Kultur auf ihre Not aufmerksam. Die Stadt Bad Tölz sowie ein Ascholdinger Veranstalter schließen sich an. 

Bad Tölz-Wolfratshausen - Drei Monate ist es her, dass der Lockdown verhängt wurde. Für viele Branchen ist mit den jüngsten Lockerungen das Schlimmste abgewendet. Nicht so für die Kultur. „Die betroffenen Künstler und Veranstalter haben über Monate hinweg nahezu sämtliche Umsätze eingebüßt“, erklärt Susanne Allgaier, Stellvertretende Kur- und Tourismusdirektorin von Bad Tölz. Welche Dimension die Misere hat, erkenne man daran, dass in der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft mehr als drei Millionen Menschen arbeiten, die jährlich einen Jahresumsatz von 200 Milliarden Euro erzielen.

Aus diesem Grund schließt sich die Stadt Tölz am heutigen Montagabend der bundeweiten Aktion „Night of the Light“ an. Ab 22 Uhr werden zentrale Event-Locations, Spielstätten und ausgewählte Gebäude in rotes Licht getaucht, um symbolisch zu zeigen, wie alarmierend die Situation ist. In Bad Tölz wird das Kurhaus, das Marionettentheater und das Stadtmuseum rot leuchten. Auch Peter Frech vom Jailhouse macht mit. „Mit dieser Aktion richten wir einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit“, so Frey-Allgaier. Es brauche dringend einen Branchendialog mit der Politik.

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Auch im Ascholdinger Gewerbegebiet, an der Grabenwiese 11, wird die Halle von S.L.C. Veranstaltungstechnik illuminiert. Die Firma hat schon mit Politikern wie Angela Merkel und Markus Söder und Künstlern wie Andreas Gabalier und Mark Forster zusammengearbeitet. „Wir sind jährlich im Schnitt auf 300 Events im In- und Ausland unterwegs“, so Andreas Unterrainer von S.L.C.-Veranstaltungstechnik. „Wir wollen unbedingt ein Zeichen setzen“, sagt er. „Viele Künstler und Veranstalter leben derzeit von den Reserven, wenn sie welche haben.“ Unterrainer verspricht phanatasievolle Projektionen und Visualisierungen. Wer vorbeikommen will, ist herzlich ins Ascholdinger Gewerbegebiet eingeladen.

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