Wollen den Aufstieg in die Landesliga anpacken: die Handballer der HSG Isar-Loisach mit (hinten, v. li.) Michael Fraas (Teambetreuer), Alperen Tokmak, Florian Seemann, Konstantin Seemann, Manuel Sauer, Ante Doko, Felix Tietze, Spielertrainer Adrian Marcu, (vorne, v.li.) Jonathan Knierim, Lukas Neumüller, Marco Reimann, Bartosz Przybylak, Marcel Dinebier, Philip Teubert, David Wolfgart und Bastian Wolfgart.
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Wollen den Aufstieg in die Landesliga anpacken: die Handballer der HSG Isar-Loisach mit (hinten, v. li.) Michael Fraas (Teambetreuer), Alperen Tokmak, Florian Seemann, Konstantin Seemann, Manuel Sauer, Ante Doko, Felix Tietze, Spielertrainer Adrian Marcu, (vorne, v.li.) Jonathan Knierim, Lukas Neumüller, Marco Reimann, Bartosz Przybylak, Marcel Dinebier, Philip Teubert, David Wolfgart und Bastian Wolfgart.

HANDBALL - Saisonstart in der Herren-Bezirksoberliga

Das Ziel der HSG heißt Landesliga

  • Patrick Staar
    vonPatrick Staar
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Mit einem Heimspiel gegen die SG Kempten-Kottern starten die Handballer der HSG Isar-Loisach am Samstag in die neue Saison. Der Verein hat als Saisonziel den Aufstieg in die Landesliga ausgegeben.

  • Beim Saisonauftakt in der Geretsrieder Sporthalle sind keine Zuschauer zugelassen.
  • Zu den Neuzugängen der HSG zählen auch Lukas Neumüller und David Wolfgart aus der eigenen Jugend.
  • Mit Alperen Tokmak kommt ein Torjäger vom TV Bad Tölz zur HSG.

Wolfratshausen/Geretsried – Für die Handballer der HSG Isar-Loisach gibt es in der neuen Saison nur ein Ziel: Platz eins und Aufstieg in die Landesliga. Den ersten Schritt dorthin will das Team um Spielertrainer Adrian Marcu an diesem Samstag (20 Uhr, in Geretsried) machen. Beim Saisonauftakt gegen die SG Kempten-Kottern in der Halle an der Adalbert-Stifter-Straße sind allerdings, wie berichtet, aufgrund der Corona-Richtlinien keine Zuschauer zugelassen.

Der Virus ist auch der Gegner, den Adrian Marcu auf dem Weg in die höhere Spielklasse am meisten fürchtet: „Es könnte schon sein, dass die Saison nach drei, vier Spielen wieder vorbei ist.“ Doch an diesen Fall möchte er erst mal nicht denken. Der HSG-Coach freut sich vielmehr über gleich fünf Neuzugänge. So rücken aus der A-Jugend Lukas Neumüller und David Wolfgart auf. „Sie sind sehr gut für unsere Zukunft“, sagt Marcu. „Sie müssen nur noch ein paar Kilo zulegen – aber das kommt schon noch.“ Ebenfalls neu im Kader sind Felix Tietze vom PSV München und Manuel Sauer, der beim hessischen Landesligisten Hünefelder SV spielte. „Sie sind beide gut, konnten allerdings noch nicht oft trainieren“, sagt der Coach. „Wir müssen sie langsam in die Mannschaft integrieren.“

Einen Schritt weiter ist da schon Alperen Tokmak, Neuzugang vom TV Bad Tölz. Marcu kennt ihn aus der gemeinsamen Zeit in Tölz, Tokmak ist auch in Wolfratshausen bei jedem Training dabei. Eingefädelt habe den Wechsel der HSG-Vorsitzende Peter Seemann, sagt der 21-Jährige: „Er hat Kontakt zu mir aufgenommen und gesagt, dass die HSG in die Landesliga aufsteigen will. Und dann hat er gefragt, ob wir das Ziel gemeinsam angehen wollen.“ Tokmak hörte in sich hinein und kam zu dem Schluss: „Ich will gefördert werden, ich will mich entwickeln, Erfahrungen sammeln, und ich will es hier versuchen.“

Mit dem TV Bad Tölz sei alles abgeklärt: „Der Trainer hat gesagt: Versuch’ es, wenn du willst. Wenn du zurückkehren willst, stehen dir alle Türen offen.“ Beim TV war Tokmak Torschütze vom Dienst, brachte es in 17 Partien auf 147 Treffer. In der Bezirksliga war er damit der viertbeste Werfer. Bei den Punkten pro Spiel rangierte er mit einem Wert von 8,65 sogar auf Platz zwei. „Tormäßig hat’s gepasst“, sagt der 21-Jährige lächelnd. „Meine Stärke sind Körpertäuschungen.“ Tokmak ist Rechtshänder und wäre damit auf der linken Seite gut aufgehoben. Tatsächlich werde er aber wohl halb rechts spielen, „denn hier gibt es keinen Linkshänder. Aber das war beim TV Bad Tölz schon genauso. Mir ist das egal. Wenn ich vor dem Tor bin, mache ich ihn rein.“

In der Bezirksoberliga gibt es neben der HSG Isar-Loisach noch eine ganze Reihe weiterer ambitionierter Vereine. Als stärkste Konkurrenten stuft Marcu den SV Pullach, die SG Kempten-Kottern, den TSV Weilheim und die SG Kaufbeuren-Neugablonz ein. Neu in der Liga sind der TSV Sonthofen und der TSV Ottobeuren II. Aufsteiger Nummer drei, der TSV Murnau, zog sich im August vom Spielbetrieb zurück; raus aus der Liga ist Landesliga-Aufsteiger TV Immenstadt.

Wenn nichts dazwischen kommt, wird diese Spielzeit ziemlich lange dauern – die letzten Partien sind für Mai 2021 angesetzt. Marcu sieht sein Team jedoch gut vorbereitet. Seit Juli trainiere die Mannschaft, die Vorbereitung sei weitgehend normal verlaufen, auch wenn das Training wegen der Corona-Richtlinien nicht länger als eine Stunde dauern durfte und die Teilnehmerzahl auf zehn Mann begrenzt war: „Das war ein bisschen kompliziert, aber es war in Ordnung“, sagt der HSG-Coach.

Wie weit die Mannschaft ist, wird sich am Samstag gegen Kempten-Kottern zeigen. Dass die Partie ohne Unterstützung der hiesigen Handballfans stattfinden muss, sieht Marcu eher pragmatisch: „Ohne Zuschauer zu spielen ist komisch, aber es muss so laufen. Wir brauchen die Punkte.“ Was auf sein Team zukommt, sei unklar: „Nach meinen Informationen soll es bei den Kemptnern ziemlich viele Zu- und Abgänge gegeben haben.“

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